Dianne Feinstein gestorben: Nachruf auf US-Politikerin - DER SPIEGEL
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Gestorben Dianne Feinstein, 90

• aus DER SPIEGEL 41/2023
Foto: Cliff Owen / AP

Ihre politische Karriere begann 1978 mit einer Tragödie: Nach der Ermordung des Bürgermeisters von San Francisco, George Moscone, und eines weiteren Lokalpolitikers rückte Dianne Feinstein plötzlich ins nationale Rampenlicht. Sie trat die Nachfolge des Bürgermeisters an und wurde über Nacht eines der bekanntesten Gesichter der Demokratischen Partei. Anfang der Neunzigerjahre folgte der Wechsel als Senatorin nach Washington, D. C., damit war sie die erste Frau und Mutter in dieser Position für ihren Heimatstaat Kalifornien. In einer Zeit, in der Frauen in der mächtigen zweiten Kammer des Kongresses noch eine Seltenheit waren, stieg die Demokratin bald zu einer der einflussreichsten Stimmen ihrer Partei auf. Sie leitete im Senat den Ausschuss zur Kontrolle der Geheimdienste und prägte später die Arbeit des Justizausschusses. Die überzeugte politische Zentristin verärgerte viele ihrer Parteifreunde mit ihrem jahrelangen Einsatz für die Aufrechterhaltung der Todesstrafe. Zugleich zog sie auch den Zorn der Rechten auf sich, weil sie sich für strengere Waffengesetze und eine Ausweitung der Rechte für gleichgeschlechtliche Paare starkmachte. Ihren Sitz im Senat konnte Feinstein mehr als 30 Jahre lang in Wahlen verteidigen. Trotz längerer Krankheit und zwischenzeitlicher Abwesenheit hielt sie an dem Posten fest. Sie war das älteste Mitglied im Senat. Dianne Feinstein starb am 29. September in Washington, D. C.

ron
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