STADTFORSCHUNG Dichters Immobilien
Fast ein Wunder, dass der Geheime Legationsrat und spätere Staatsminister Johann Wolfgang Goethe in Weimar nach 1776 noch zum Dichten kam. Durch vielfältige Ämter - von der Bergwerkskommission bis zur Wegebaudirektion - war er nämlich intensiv mit der Entwicklung der Residenzstadt befasst. Anschaulich macht das jetzt eine Stadtmappe »Weimar«, die der Hamburger Stadtforscher Jürgen Lafrenz wissenschaftlich betreut hat (GSV-Städteatlas Verlag, Altenbeken; 24 großformatige Seiten; 49 Mark). Mit einer erstmals veröffentlichten Urkatasterkarte von 1821 aus dem Thüringischen Hauptstaatsarchiv sowie der parzellengenauen Zuordnung der Grundstückseigentümer lassen sich sogar Goethes Nachbarn ermitteln - vom Gartenhaus ebenso wie vom Stadthaus am Frauenplan.