Die Kunst der Knete - DER SPIEGEL
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Die Kunst der Knete

• aus DER SPIEGEL 34/1992
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Gottesbrot wie vom Himmel - doch jedermann ist eingeladen, die Wundergabe breitzulatschen. »Manna« heißt die Installation, welche die Nürnberger Künstlerin Leni Hoffmann, 30, im Frankfurter »Portikus« eingerichtet hat. Als Werkstoff dient ihr Knetgummi, es bildet eine ovale Fläche in drei Orange-Farbtönen - entsprechend den Leuchtkörper-Kassetten an der Raumdecke. Leni Hoffmann, seit Jahren auf dieses Material eingeschworen, läßt es sich nach detaillierten Aufträgen von der schwäbischen Knete-Firma Stellwag liefern und hat diesmal mehr als eine Tonne davon verbraucht. Außer dem Bodenbelag präsentiert sie ein weiches Rosettenmuster an der Eingangswand, und draußen hat sie Knete-Inseln in den Straßenasphalt gepappt. Die Türen sind ausgehängt: Demonstrativ wandelt sich der abgeschirmte Musentempel zum offenen Spielzimmer, in dem die Kunst ihre Ausstellung (bis 30. August) keinesfalls überlebt.

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