Hamburger Morgenpost: Die »Mopo« wird zur Wochenzeitung - DER SPIEGEL
Zum Inhalt springen

Hamburger Boulevardblatt Die »Mopo« wird zur Wochenzeitung

Immer weniger Menschen kaufen gedruckte Tageszeitungen. Das macht auch der »Hamburger Morgenpost« zu schaffen. Schon bald soll das traditionsreiche Boulevardblatt nur noch freitags ausgeliefert werden.
Hamburger Morgenpost vom 28. September 2023:
Hamburger Morgenpost vom 28. September 2023:

Hamburger Morgenpost vom 28. September 2023:

Foto:

Christiane Bosch / dpa

Seit 1949 erscheint die Hamburger »Mopo« als Tageszeitung – und damit ist bald Schluss. Das Blatt erscheint perspektivisch nur noch als gedruckte Wochenzeitung, wie die Morgenpost Verlag GmbH mitteilte. Mit der Umstellung auf die regionale Wochenausgabe im ersten Halbjahr 2024 reduziere sich der redaktionelle Aufwand für die Print-Produktion der »Hamburger Morgenpost« deutlich. Das Boulevardblatt soll freitags im Umfang von mindestens 104 Seiten erscheinen. Das Portal »Medieninsider« hatte zuvor dazu berichtet.

Statt tagesaktueller Berichterstattung gewinnen laut den Verlagsangaben Hintergrundberichte, längere Lesestücke und das Abbilden von Debatten an Bedeutung. Daneben gibt es das aktuelle Angebot auf der Website, inklusive eines Bezahlbereiches.

Mehr zum Thema

Der Schritt geht auch mit Stellenabbau einher. Das Haus teilte weiter mit: »Am Journalismus für Hamburg wird nicht gespart. Der Stellenabbau wird über natürliche Fluktuation und einen Restrukturierungsprozess gesteuert.«

Die verkaufte Auflage der »Mopo« lag im zweiten Quartal 2023 nach Zahlen der Informationsgemeinschaft zur Feststellung der Verbreitung von Werbeträgern (IVW) bei 17.475 Exemplaren. Die Zahl ist rückläufig. Der Manager Arist von Harpe hatte 2020 die Hamburger Zeitung von der Kölner Mediengruppe DuMont übernommen.

sol/dpa