»Die Muse«. - DER SPIEGEL
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Kino in Kürze »Die Muse«.

• aus DER SPIEGEL 48/1999
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Wenn Hollywood beschließt, dass ein Drehbuchautor seine besten Jahre hinter sich hat, kann der sich entweder - wie Nicolas Cage in »Leaving Las Vegas« - zu Tode saufen oder versuchen, seine Karriere durch geistige Auffrischung zu retten. Das jedenfalls probiert Steven (Albert Brooks): Er heuert eine Muse (Sharon Stone) an, die angeblich bereits halb Hollywood - in Gastauftritten: Martin Scorsese, Rob Reiner und James Cameron - vor dem Absturz bewahrt hat. Aber die himmlische Kreativkraft entpuppt sich als verzogene Diva, die Stevens Kreditkarte mit Beschlag belegt und sein Leben mit wenigen Augenaufschlägen ins Chaos treibt. Nur steht der mürrische Drehbuchautor in diesem Chaos so trottelig herum, dass der Zuschauer ihm alsbald jeden Flop der Welt an den Hals wünscht. Den Filmemacher Brooks, in den USA seit Jahrzehnten für seinen trockenen Witz geschätzt, hat bei dieser Lustspiel-Trockenübung die Muse nicht geküsst.

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