»Die Stunde des Lichts« - DER SPIEGEL
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Kino in Kürze »Die Stunde des Lichts«

• aus DER SPIEGEL 53/1998
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Hätte sich irgendein Cutter erbarmt und die Handlung samt Charakteren aus diesem Film herausgeschnitten, dann wäre eine großartig fotografierte Dokumentation über verschneite Fjordlandschaften im eisig klaren Nordlicht entstanden. So aber ist »Die Stunde des Lichts« (Regie: Stijn Coninx) eine jener ärgerlichen Geschichten über ein Paar, das nachweislich nicht zusammenpaßt, aber nach dem Willen des Drehbuchautors passend gemacht wird. Eine idealistische, allerdings auch selbstgerechte junge Deutsche (Francesca Vanthielen) setzt sich in den Kopf, ausgerechnet die kälteste, dunkelste Jahreszeit bei einem von der Außenwelt abgeschnittenen Trapper (Joachim Król) zu verbringen. Sie sucht Selbsterfahrung, der ungewaschene, maulfaule Waldschrat hofft auf Sex. Bis beide kriegen, was sie wollen, vergehen anderthalb Stunden, die sich genauso qualvoll dahinziehen wie ein ganzer Winter am Polarkreis

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