AUSWAHL Dino Buzzati: »Amore«.
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DER SPIEGEL 17/1966
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In dem schlimm zerdeutschten Roman des vor
allem auf kürzeren Erzählstrecken tüchtigen Italieners pflegt ein eheloser Endvierziger, namhafter Architekt, ein Viele-Lire-Mißverständnis: Wähnend, auch Anspruch auf Seele erworben zu haben, wird er von einem Mailänder End-Teenager so lügenreich wie beiläufig geprellt. Buzzati testet sein italienisches Mannsbild in experimenteller Isolierung: Die so wichtige Familie bleibt im Hintergrund, und nach peniblen Analysen gibt er der Versuchsperson in energisch sozialkritischer Schlußkadenz die Schuld am eigenen Ruin. (Bechtle; 320 Seiten; 17,80 Mark.)