»Dreizehn« - DER SPIEGEL
Zum Inhalt springen
Zur Ausgabe
Artikel 72 / 120

Kino in Kürze »Dreizehn«

• aus DER SPIEGEL 46/2003
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

. Nikki Reed scheint nicht nur ein besonders attraktives, sondern auch ein besonders cleveres Mädchen zu sein: Mit 13 hat sie auf Anregung einer Freundin ihrer Eltern, der bislang als Filmausstatterin in Hollywood erfolgreichen Catherine Hardwicke, ein Drehbuch über sich und ihresgleichen geschrieben, und als dann Hardwicke mit einem Mini-Budget die Verfilmung dieses (von ihr überarbeiteten) Drehbuchs in Angriff nahm, bekam Nikki eine der Hauptrollen: Sie spielt in »Dreizehn« die freche, durchtriebene Junior-High-School-Schlampe Evie, die mit Lust eine naive neue Mitschülerin Tracy (Evan Rachel Wood) zu riskanten Spielchen verführt: Drogen, Diebstahl, Piercings, Girlie-Sex und Jagd auf dunkelhäutige Boys. Hardwickes »Dreizehn«, ruppig realistisch mit der Handkamera inszeniert und glänzend gespielt, entwirft ein aufregend scharfes Gegenbild zu allem »American Pie«-Tralala. In den USA ist der Film wegen des anstößigen Teenie-Vokabulars nicht jugendfrei, Deutschland, Dänemark und Schweden sind die einzigen Länder, wo auch Dreizehnjährige »Dreizehn« sehen dürfen.

Zur Ausgabe
Artikel 72 / 120