Dürer im Angebot - DER SPIEGEL
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Beutekunst Dürer im Angebot

• aus DER SPIEGEL 22/1994
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Die offiziellen deutsch-russischen Rückgabeverhandlungen sind ins Stocken geraten - und doch taucht immer mehr Beutekunst im Westen auf: als Schwarzmarktware. Sieben Blätter der Bremer Kunsthalle mit einem Schätzwert von mindestens anderthalb Millionen Dollar bot kürzlich ein Exilrusse den Händlern von Sotheby's in New York an, darunter die zwei Dürer-Blätter »Das Frauenbad« und »Maria mit dem Kind« sowie eine Federzeichnung, auf der Rembrandt seine Frau Saskia porträtierte. Als die New Yorker Experten dem Russen klarmachten, daß deutsches Museumseigentum nicht auktionierbar sei, schlug er vor, man möge die Bremer Stempel an den Rändern der Blätter einfach abschneiden - freilich ohne Erfolg. Sotheby's informierte die Behörden und die Bremer Kunsthalle. Der Mann und seine Bilder sind allerdings längst verschwunden. Nun ermittelt das FBI.

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