Ernst H. Gombrich
ist dank seiner international in Millionenauflage verbreiteten »Story of Art« der »meistgelesene Kunsthistoriker der Welt« (Verlagswerbung). Von der gleichen Klarheit in Gedankengang und Stil wie dieses Buch für ein Laienpublikum sind auch seine Fachveröffentlichungen geprägt. Gombrich, 85, der sich in zahlreichen Aufsätzen und Sammelbänden insbesondere mit Wahrnehmungspsychologie und kunsthistorischen Methodenfragen auseinandergesetzt hat, bezeichnet selber den »gesunden Menschenverstand« als »meine einzige Methode«. In Wien geboren und ausgebildet, emigrierte der jüdische Gelehrte 1936 nach London und nahm eine Stelle an dem drei Jahre zuvor aus Hamburg dorthin geretteten »Warburg-Institut« für Kunstwissenschaft an, dem er von 1959 bis 1976 als Direktor vorstand. Am 28. August wird Gombrich der Goethepreis der Stadt Frankfurt verliehen.