Feuriger Einstand im Revier - DER SPIEGEL
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Theater Feuriger Einstand im Revier

• aus DER SPIEGEL 43/1995
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Deutschlands Theaterkritiker pilgern in dieser Woche ins Ruhrgebiet: Leander Haußmann, 36, zelebriert seinen Einstand als Intendant des Bochumer Schauspielhauses. Zur Feier der Wiederbelebung des einst unter Peymann und Zadek vitalen Hauses holt der Jung-Intendant zur großen theatralischen Triade aus. »Die Vaterlosen«, Anton Tschechows Vorstufe zum berühmten »Platonow«, wuchtet Hausherr Haußmann an zwei Abenden, Donnerstag und Freitag, auf die Bühne. Angepeilte Gesamtspielzeit: sieben Stunden. Der dritte Abend des Eröffnungsmarathons geht etwas schneller vorüber. Jürgen Kruse, neben dem Intendanten und Dimiter Gotscheff dritter Hoffnungsträger des Hauses, inszeniert Frank Wedekinds Sittengemälde »Musik«. Am Sonntag tritt das Inaugurationsspektakel dann buchstäblich in die heiße Phase. Der Performance-Künstler Kain Karawahn legt Feuer - ganz im Dienste seiner pyromanischen Kunst. Titel der Aktion: »Laboratorische Präsentation des Inneren Brennwertes des Schauspielhauses Bochum«.

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