Film: »Total vereist«
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DER SPIEGEL 9/1981
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Der Filmregisseur Hans Noever, 52, hat sich nie viel darum geschert, was von einem erfolgsbewußten Künstler erwartet wird. Kaum hat er mit spröden, genau und geradlinig inszenierten Kriminalgeschichten ("Die Frau gegenüber«, »Der Preis fürs Überleben") Freunde gewonnen, da überrascht er mit einem Purzelbaum in den absurden Klamauk: Sein neuer Film »Total vereist«, der jetzt in die Kinos kommt, malt mit skurril barockem Humor und ätzender Punk-Musik die familiäre Totenwache für einen erfolglosen Komponisten zum apokalyptischen Karneval aus, der in einer Explosion endet. Die Leiche des Möchtegerngenies, um die sich der entfesselte Trubel dreht, stellt mit stoischer Blässe Regisseur Noever selber dar.