Fremde Inder - DER SPIEGEL
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MUSICAL Fremde Inder

• aus DER SPIEGEL 17/2002
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Er hat Katzen bühnentauglich gemacht, einem Kronleuchter eine Hauptrolle gegeben und eine blonde südamerikanische Politikergattin in die musikalische Unsterblichkeit katapultiert. Doch trotz »Cats«, »Das Phantom der Oper« und »Evita« schwächelt die Kreativität von Musical-King Sir Andrew Lloyd Webber, 54, seit Jahren merklich. Kaum ein neuer Hit will ihm gelingen. Nun setzt der Brite auf fremden Einfallsreichtum. Für ein neues Mammutprojekt hat er den im Westen weithin unbekannten, in seiner Heimat Indien aber überaus erfolgreichen Komponisten A. R. Rahman, 35, angeheuert. »Bombay Dreams« heißt das Werk, das eine bittersüße Liebesgeschichte erzählt. Am 19. Juni soll es in London Premiere haben und nach Sir Andrews Willen eine gänzlich neue Modewelle auslösen. Von seinem musikalischen Trip auf den Subkontinent verspricht sich Webber, dass sich endlich auch »junge Leute« fürs Musical begeistern, und die Hits sollen natürlich umgehend »in den Charts« landen. Träume made in Bombay.

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