Geschirr vom Darwin des Design - DER SPIEGEL
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Geschirr vom Darwin des Design

• aus DER SPIEGEL 9/1981
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Daß die Gebrauchs-»Form die Funktion unmittelbar ausdrücken« solle, ist kein Geheimrezept der Moderne. Der Glaubenssatz war schon vom britisch-viktorianischen Design-Pionier Christopher Dresser verkündet und befolgt worden; ihm widmet jetzt das Kölner Kunstgewerbemuseum eine umfassende (die erste deutsche) Ausstellung. Statt der zeittypischen historisierenden Schnörkel kommen da schlichte, zur Industrieproduktion geeignete Zweckformen zum Vorschein, die Dresser, »Professor für ornamentale Kunst und Botanik«, indirekt der Natur abgesehen hatte: Aus der Einsicht, auch in Flora und Fauna behaupteten sich nur die bestangepaßten Varianten, entwickelte er eine Art Darwinismus der Teekannen und Zuckerdosen.

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