Documenta 14 Adam Szymczyk wird künstlerischer Leiter
Adam Szymczyk, Leiter der Documenta 14: "Drei Jahre Zeit"
Foto: Uwe Zucchi/ dpaKassel/Hamburg - Adam Szymczyk wird künstlerischer Leiter der kommenden Weltkunstausstellung Documenta 14. Der 1970 geborene Pole ist derzeit noch Direktor und Kurator der Kunsthalle Basel. 2008 war er Co-Kurator der 5. Berlin Biennale. Der Documenta-Aufsichtsrat sei dem Vorschlag der Findungskommission einstimmig gefolgt, sagte Kassels Oberbürgermeister Bertram Hilgen (SPD) am Donnerstag bei der Vorstellung Szymczyks.
Die Documenta 14 findet vom 10. Juni bis zum 17. September 2017 in Kassel statt. Sie gilt als die weltweit bedeutendste Ausstellung zeitgenössischer Kunst.
Szymczyk sieht sich als Teamplayer. Die documenta werde Teamarbeit sein, betonte er. "Aber es gibt keine bestimmten Pläne zu dieser Zeit." An eine Konstellation wie bei der Berlin Biennale denkt er jedoch nicht. Es werde kein Duo geben, betonte er.
Zu seinen Vorstellungen für die Documenta 14 konnte Szymczyk noch nichts sagen. "Ich habe drei Jahre, um das Konzept zu entwickeln." Der 43-Jährige, den die New York Times einen "Superstar unter den Kuratoren" nennt, gilt als Entdecker und Förderer von neuen Künstlern und als Mann, den intellektuelle Positionen mehr interessieren als Spektakelkunst.
Staatsministerin Eva Kühne-Hörmann verspricht sich von der Berufung Adam Szymczyks spannende Perspektiven auf die Kunst der Gegenwart. "Ich bin sicher, dass Syzmczyk, der ein wegweisender und eigenwilliger Ausstellungsmacher ist, der Documenta neue Glanzlichter aufsetzen wird."
Die Sprecherin der international besetzten, achtköpfigen Findungskommission, Koyo Kouoh, sagte bei der Vorstellung Szymczyks: "Von allen sechs Kandidaten hat er die klarsten Pläne vorgestellt." Szymczyk stehe für eine enge Zusammenarbeit mit den Künstlern. Seine Arbeit sei von unstillbarer Neugier, Integrität und Recherche durchzogen. "Ich bin davon überzeugt, dass seine documenta ein weiteres Kapitel zu unserem Verständnis und unseren Erfahrungen mit zeitgenössischer Kunst hinzufügen wird." Eine Bewerbung für den Posten ist nicht möglich.