Aktionskunst Geld macht nicht satt
Köln - Greenpeace hat es schon immer gewusst, und jetzt ist es endlich bewiesen: Geld eignet sich nicht zum Essen. Das hat jetzt der Kölner Aktions- und Konzeptkünstler Georg Joachim Schmitt herausgefunden. Um der Wichtigkeit des Geldes auf die Spur kommen, ließ Schmitt in einem Lebensmittel-Chemielabor 30 Gramm Fünf-Mark-Scheine analysieren. Der Verzehr der Scheine "wäre fast eine Null-Diät", sagte der 37-jährige Künstler.
So enthielten die druckfrischen Banknoten pro hundert Gramm jeweils weniger als ein halbes Gramm Eiweiß, Kohlenhydrate, Zucker oder Fette. In derselben Geldmenge, die fast nur aus Ballaststoffen besteht, konnten nur 500 Milligramm Calcium, zehn Milligramm Magnesiums, 29 Milligramm Natrium und noch etwas weniger Kalium nachgewiesen werden, erläuterte der Künstler.
"Der Nährwert deutschen Geldes" ist in Tabellenform als Grafik bei Schmitt erhältlich, der dem "abstrakten Geldbegriff" damit eine sinnlich-wahrnehmbare Seite gegenüberstellen will. Nach der Einführung des Euro-Bargelds wolle er eine Vergleichsanalyse mit der neuen Währung starten. Dem Ergebnis wird mit Spannung entgegengefiebert.