Papua Zwei Arte-Reporter in indonesischer Unruheregion festgenommen
Separatistengruppe OPM (Archiv): Keine unabhängige Berichterstattung
Foto: BANJIR AMBARITA/ AFPJakarta - Es bestehe die Sorge, dass sie "Unsicherheit und Instabilität" in Papua verbreiten wollten: Zwei Reporter des deutsch-französischen Fernsehsenders Arte sind in Indonesien festgenommen worden. Die beiden Franzosen recherchierten über eine separatistische Bewegung in der östlichen Unruheregion Papua.
Die Männer im Alter von 40 und 29 Jahren wurden am Donnerstag festgenommen, wie die indonesische Polizei und die französische Botschaft in Jakarta am Freitag mitteilten. Die Botschaft steht mit den Journalisten in Kontakt und es geht ihnen gut, wie der "Sydney Morning Herald" schreibt.
Nach Polizeiangaben waren die Reporter mit einem Touristenvisum eingereist. Die indonesische Regierung erlaubt ausländischen Journalisten keine unabhängigen Recherchen in der Provinz Papua.
Laut Polizei wurde einer der Reporter bei einem Treffen mit Mitgliedern der Separatistenbewegung Organisation für ein Freies Papua (OPM) festgenommen. Zur Festnahme des anderen Journalisten wurden keine Angaben gemacht.
OPM kämpft seit Jahrzehnten für die Unabhängigkeit der Region. In den vergangenen Wochen gab es mehrere Schießereien, bei denen zwei Polizisten und fünf Kämpfer getötet wurden.