Auktionshäuser: Verbund heizt Sotheby's ein - DER SPIEGEL
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Auktionshäuser Verbund heizt Sotheby's ein

Die beiden größten Auktionshäuser der Welt, Sotheby's und Christie's, kämpfen gegen sinkende Umsätze an - und neuerdings sogar gegen den Vorwurf von Preisabsprachen. Nun will ein Verbund kleinerer Kunsthäuser den Giganten den Rang ablaufen.
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Neun namhafte Auktionshäuser in aller Welt, die sich in dem Verbund International Auctioneers (IA) zusammengeschlossen haben, wollen in einer Simultan-Auktion Werke moderner Kunst auf den Markt bringen. Interessenten sollen dabei Gebote telefonisch und per Internet abgeben können. Außerdem wird die Auktion in einem "tv auction channel" übertragen.

Einziges deutsches Mitglied ist das Auktionshaus Lempertz  in Köln. Laut Heribert Reiners, Mitglied der Geschäftsleitung, soll die Gemeinschaftsauktion am 7. Juni zeitgleich bei Lempertz, bei Tajan in Paris, im Dorotheum in Wien, bei Fine Arte in Mailand/Madrid, bei Swann in New York und bei Butterfield in Los Angeles/San Francisco übertragen werden.

Der Verbund wurde 1993 mit dem Ziel gegründet, das Monopol von Sotheby's  und Christie's  via Internet zu brechen. Die Marktführer haben zwar ebenfalls intensiv in den Online-Vertrieb investiert, bisher ist es ihnen allerdings nicht gelungen, über das Netz bedeutende Gewinne einzufahren. So investierte Sotheby's rund 40 Millionen Dollar in seinen Online-Auftritt, setzte jedoch nach dem Start nur rund eine Million Dollar wöchentlich um.

Die IA könnte dagegen durch den Online-Verkauf zum Global Player werden. Schon 1999 betrug der Jahresumsatz des Verbundes 386 Millionen Mark. Im Vergleich mit den Auktions-Riesen ist dies zwar immer noch wenig. (Sotheby's machte 1999 rund 900 Millionen Mark Umsatz.) Allerdings verfügt die IA mit 500.000 Kunden über den weltweit größten Kundenstamm des Kunstmarkts.