Ausstellungen: Schlange auf der Haut - DER SPIEGEL
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Ausstellungen Schlange auf der Haut

Schon die alten Ägypterinnen haben Leopardenfelle auf Leinen genäht und sich den Stoff dann um den Körper geschlungen - eine solche Kreation galt als tierisch schicker Fummel und hielt auch noch warm. Wie Häute, Felle und Federn bis heute Kleidung und Kunst beeinflussen, zeigt eine Ausstellung in New York.
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

Auf einem Gemälde aus dem 19. Jahrhundert etwa posiert eine Dame, die nichts außer einer Schlange anhat. Und in den Vitrinen hängt die "ungezähmte Mode" von Designern wie Christian Dior oder Jean-Paul Gaultier; vom Italiener Roberto Cavalli stammt ein Kleid aus pinkfarbenen Straußenfedern.

Als legendär gilt auch das eine oder andere Filmkostüm, etwa Ava Gardners Badeanzug im Leopardenmuster, ein Lammfellbikini von Raquel Welch und der Katzenanzug, den Michelle Pfeiffer in "Batmans Rückkehr" trug. Die "New York Times" lästerte darüber, dass in dieser modebewussten Schau auch "der Beitrag der Familie der Marderartigen" berücksichtigt werde - weil so viele Hermeline und Nerze vertreten seien. Und auch wenn die Anti-Pelz-Aktionen der Tierschutzorganisation Peta im Katalog dokumentiert würden - die Schau sei "nahe dran, als die politisch inkorrekteste Ausstellung des Museums" zu gelten.

Die Ausstellung läuft im New Yorker Metropolitan Museum of Art unter dem Namen "Wild: Fashion Untamed" bis zum 13. März 2005.