Bärbel Schäfer: Ausgetalkt - DER SPIEGEL
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Bärbel Schäfer Ausgetalkt

Hans Meiser ist weg, Ilona Christen hat ihre Talkshow längst aufgegeben, und jetzt muss RTL auch auf Bärbel Schäfers täglichen Blick unter deutsche Bettdecken verzichten. Nach sieben Jahren Daily-Talk will die Moderatorin etwas anderes machen.
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Ein RTL-Sprecher bestätigte am Dienstag, dass Bärbel Schäfer im September die letzte Folge ihrer Talkshow moderieren werde. Nach rund 1300 Sendungen will die 38-Jährige mit ihrer Produktionsfirma Couch Potatoes neue Formate für RTL entwickeln. Einen möglichen Wechsel der 38-Jährigen zum ZDF wollte der Mainzer Sender nicht kommentieren. Branchenkenner munkelten bereits, die Moderatorin könne das weibliche Gegenstück zu Johannes B. Kerner werden.

"Ich habe sieben Jahre lang mit viel Neugier und Spaß unter deutsche Dächer geschaut", sagte Schäfer. "Jetzt suche ich nach neuen Herausforderungen und möchte mich deswegen von meiner Aufgabe lösen, so lange es noch läuft."

RTL-Geschäftsführer Gerhard Zeiler nannte Schäfer eine "Institution", die die deutsche Talkbühne verlasse. Schäfer konnte sich im ersten Quartal diesen Jahres in der werberelevanten Zuschauergruppe der 14- bis 49-Jährigen mit 17 Prozent Marktanteil gegen "Zwei bei Kallwass" (Sat.1) und "Arabella Kiesbauer" (ProSieben) behaupten.

Nach dem Abgang von Bärbel Schäfer hat RTL mit Oliver Geißen nur noch einen Daily-Talker im Rennen. Sein Vertrag läuft noch bis zum Herbst diesen Jahres. Auch ProSieben hat nach dem Talkshow-Ende von Andreas Türck und Nicole Noevers nur noch eine tägliche Show zu bieten, die ARD wartet mit Jürgen Fliege auf. Rein quantitativ liegt Sat.1 an der Spitze. Dort laufen die Shows von Britt Reinecke, Franklin und Vera Int-Veen.