Beckhams Fernseh-Pleite Vicky go home!
New York - Es sollte der ganz große Auftritt werden, groß genug, um selbst eingefleischte Hollywoodianer zu beeindrucken: Der Umzug des britischen Powerpaares David und Victoria Beckham nach Los Angeles war bis ins letzte Detail durchorganisiert. Das Eintrittsticket in die Haute Volée von Hollywood schien gelöst. Zunächst klappte auch alles wie am Schnürchen. Das Volk begrüßte die beiden ekstatisch am Flughafen, und als David Beckham offiziell als neuer Spieler von LA Galaxy vorgestellt wurde, wurde er bejubelt wie ein Popstar.
Doch nun haben Victoria Beckhams Bemühungen um die Aufmerksamkeit der US-Medien einen herben Rückschlag erlitten. Die am Montagabend ausgestrahlte Sendung "Victoria Beckham: Coming to America" (Ankunft in Amerika), die eigentlich als Mini-Serie geplant war, wurde vom US-Sender NBC sang- und klanglos auf eine Stunde Sendezeit zusammengekürzt.
Der versprochene Einblick in die Welt der Fußballergattin, ihren Humor und ihren Stil wurde zudem von den US-Kritikern gehörig verrissen: Die Zeitung "New York Post" verlieh der Sendung "null Sterne" und bezeichnete sie als "Orgie der Nabelschau". Der frühere Popstar zeige eine "herablassende Haltung" und sei "besessen von der Selbstdarstellung".
"Der Mund bleibt einem offen angesichts der Frechheit dieser Menschen, die uns für Dummköpfe halten", schrieb der Kommentator der "New York Times". "Sie (Victoria) scheint sympatisch zu sein und einen Sinn für Humor zu haben, aber das reicht nicht, um das Interesse der Fernsehzuschauer zu gewinnen", hieß es in der Kritik weiter. Das in der Sendung gezeigte Haus der Beckhams in Los Angeles beschrieb der Chronist als "albtraumhaft" und "protzig".
hoc/AFP