Berliner Dom: Rückkehr der goldigen Kugeln - DER SPIEGEL
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Berliner Dom Rückkehr der goldigen Kugeln

Spektakuläre Montage: In rund hundert Metern Höhe haben Industriekletterer vier vergoldete Kugeln auf den Turmspitzen des Berliner Doms angebracht. Für 125.000 Euro wurden die Ornamente aufwendig restauriert.
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Berlin - Noch vor Beginn des Gottesdienstes montierten Männer mit roten Helmen und Jacken die erste von vier Turmkugeln am Berliner Dom. Mit Hilfe eines riesigen Kranes wuchteten sie das restaurierte, goldene Ornament auf die Kirchturmspitze.

Die zweite, mit einem Durchmesser von 1,40 Meter etwas größere Kugel strahlte gegen Mittag von dem prestigeträchtigen Bau herunter. "Ihre Montage war etwas schwieriger", sagte Baumeister Stefan Felmy. Der Wind habe zugenommen.

Vier vergoldete Kugeln prangten ursprünglich auf den vier Spitzen des Gotteshauses. Im Laufe des Tages kehren sie auf das Dom-Dach zurück. Die Restaurierung der Kugeln kostete nach Angaben einer Dom-Sprecherin 125.000 Euro. Wegen der Arbeiten sind Teile der Karl-Liebknecht-Straße gesperrt.

Die Schmuckelemente waren im Oktober vergangenen Jahres demontiert worden, weil sich in ihnen Wasser gesammelt hatte. Die Kugeln wurden dadurch langsam vom Rost zerfressen. Entdeckt worden waren die Schäden bei Untersuchungen des Daches.

Zuvor hatten im Dezember 2006 bereits das goldene Kuppelkreuz und die Bekrönung wegen Rostschäden demontiert werden müssen. Das Aufziehen des neuen, 16 Meter großen und 12 Tonnen schweren Kreuzes verzögert sich nach Angaben der Gemeinde, weil der spezielle Stahl nicht pünktlich geliefert werden konnte. Ursprünglich sollte die einstige Hofkirche der preußischen Könige und der deutschen Kaiser im Mai wieder in altem Glanz erstrahlen.

Der 1894 bis 1905 nach Plänen von Julius Raschdorff in Anlehnung an italienische Hochrenaissance und Barock errichtete Dom gehört zu den bedeutendsten protestantischen Kirchenbauten Deutschlands und steht heute unter Denkmalschutz.

ssu/ddp/dpa