Big Brother 3,33 Millionen schauten zu
3,33 Millionen Zuschauer (Marktanteil: 10,6 Prozent) sahen nach Messungen der GfK-Fernsehforschung Nürnberg die 90 Minuten lange Auftaktsendung der über 100 Tage dauernden Psycho-Show. Bessere Einschaltquoten verzeichneten die ARD mit ihrer Karnevalssendung "Düsseldorf Helau" mit 5,36 Millionen Zuschauern (19,5 Prozent), SAT.1 mit der Krimiserie "Kommissar Rex" (4,69 Millionen, 14,7 Prozent) und das ZDF mit "Vorsicht Falle" (3,71 Millionen, 11,5 Prozent). Fast gleichauf lag RTL, der große Bruder von RTL II, mit dem Film "www.Mädchenkiller.de", den 3,32 Millionen Menschen (10,7 Prozent) sahen. Das Champions-League-Spiel Hertha BSC Berlin gegen Sparta Prag verfolgten 3,10 Millionen Zuschauer (10,6 Prozent) auf TM3.
Der Direktor der für RTL II zuständigen Hessischen Landesanstalt für privaten Rundfunk, Wolfgang Thaenert, bezeichnete den Inhalt der ersten "Big-Brother"-Sendung als "unproblematisch". Im Deutschlandfunk sagte er am Donnerstag, dass eine solche Einschätzung auch zu erwarten gewesen sei, weil nur der Einzug in die Wohngemeinschaft gezeigt wurde. Seine Anstalt werde aber weiter die in den nächsten 100 Tagen ausgestrahlten Sendungen überprüfen, ob sie von ihrem Inhalt her juristisch angreifbar seien, betonte er.
Darüber hinaus werde die Landesanstalt prüfen, ob das ganze Sendekonzept gegen die Menschenwürde verstoße. Als problematisch bezeichnete Thaenert die Aufhebung der Intimsphäre, den entstehenden psychischen Druck und die starke Kommerzialisierung. "Big Brother" sei für ihn ein Grenzfall, mit dem man juristisches Neuland betrete, der aber auf jeden Fall überprüft werden müsse, weil er wahrscheinlich Schule mache. Schließlich seien schon weitere Sendungen in dieser Richtung wie das "Experiment Robinson" oder "Der Bus" geplant.