"Big Brother": Mobbing im Container? - DER SPIEGEL
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"Big Brother" Mobbing im Container?

32 Tage sind geschafft im Kölner Wohncontainer von "Big Brother". Die Spannung zwischen den Hausbewohnern ist auf dem Höhepunkt. Zlatko fühlt sich gemobbt und ist sauer. Der Grund: Die anderen Sechs im Container nominierten ihn zum Wackelkandidaten.
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Hamburg - Der 24-jährige Zlatko warf den anderen Kandidaten in der 100 Tage dauernden TV-Show auf RTL 2 am Sonntagabend vor: "Ich muss sagen, dass ihr alle falsch seid". Der gebürtige Mazedonier war zusammen mit dem 36-jährigen Jürgen von den anderen sechs Bewohnern für das baldige Ausscheiden nominiert worden. Bis nächsten Sonntag müssen die TV-Zuschauer telefonisch entscheiden, wer von beiden zu gehen hat.

Zlatkos Missmut bezog sich auf die beiden Lager, die sich in dem Wohncontainer gebildet haben. Seit einem Monat leben die Kandidaten unter Dauerbewachung von Kameras und abgeschottet von der Außenwelt in dem Haus. Nach dem Abgang der 24-jährigen Jana vor einer Woche mussten Zlatko und Jürgen alleine gegen die Konkurrenz-Clique mit Kerstin, Alexander, Manuela, John und Jona bestehen. Im Gegensatz zum kämpferischen Zlatko scheint der andere Wackelkandidat, Jürgen, dem Lagerkoller nah. Er freute sich nach der Bekanntgabe der Nominierung darauf, in der kommenden Woche vielleicht wieder bei Frau und Tochter zu sein - ungestört und unbeobachtet.

Der drohende Auszug von Zlatko kommt überraschend, denn der arbeitslose Industriemechaniker hat inzwischen Kultstatus. Sein Conterfei wird als Bildschirmschoner vertrieben und auf T-Shirts gedruckt. Er stürmte die Herzen der "Big Brother"-Gemeinde mit seinen freimütigen Bekenntnissen, in denen er kein Hehl daraus machte, dass er weder Shakespeare kennt noch weiß, was Heterosexualität ist. Aber mit gesundem Selbstbewußtsein ging er davon aus, dass er als Letzter aus dem Haus in Köln-Brühl ausziehen würde. Zusammen mit Jürgen hatte er schon geplant, wie sie die 250.000 Mark unter sich aufteilen würden. Daraus wird jetzt wohl nichts.

Falls Zlatko wirklich am Sonntag rausfliegt, kann er jedoch getrost davon ausgehen, dass seine Einnahmen aus Werbeverträgen und Exklusivabkommen die läppische "Big Brother"-Prämie übertreffen werden. Wie Verona Feldbusch zeigt, lässt sich selbstbewusste Schlichtheit lukrativ vermarkten.

Die Zuschauer interessierte die RTL-2-Entscheidungsshow am Sonntagabend etwas weniger als in der Vorwoche: 3,49 Millionen Menschen wollten laut GfK-Fernsehforschung Nürnberg am Sonntagabend sehen, wer nominiert wird.

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