"Borat"-Star Sacha Baron Cohen foppt Nationalgarde
Anniston - Der Jux hätte auch gut zu Borat gepasst. Doch in eine Militärakademie im US-Bundesstaat Alabama marschierte Sacha Baron Cohen in einer anderen Verkleidung. Wie jetzt erst bekannt wurde, verschaffte sich der Schauspieler am 13. Februar in der Rolle eines deutschen Journalisten Zutritt zu dem Ausbildungsplatz amerikanischer Kadetten.
Im Glauben, einem Fernsehteam bei einer Dokumentation zu helfen, empfingen die Nationalgardisten die Crew.
Sie liehen dem Fernsehstar sogar eine ihrer Uniformen. So gekleidet besichtigte Cohen das Gelände und nahm selbst an militärischen Sportübungen teil.
Die Köpenickiade beendete ein Kadett, der Cohen als Schauspieler entlarvte und seine Vorgesetzten informierte. "Das ist ein peinlicher Vorfall für die Nationalgarde von Alabama", erklärte Sergeant Katrina Timmons am Montag.
Teile der so entstandenen Aufnahmen könnten in Cohens nächstem Kinofilm "Bruno" verwendet werden. Der Komiker spielt darin einen schwulen Modejournalisten aus Österreich, der die Design- und Fashionbranche aufmischt.
Amerikanische Journalisten konnten bereits Ausschnitte des Filmes sehen. Das US-Branchenblatt "Entertainment Weekly" fasste die gezeigten Szenen zusammen. Klar wird schon jetzt: Der Eklat gehört auch beim neuesten Werk des Verkleidungs- und Verblüffungskünstlers zum Stilprinzip.
So adoptiert Cohen als Bruno ein Baby aus Afrika und veranstaltet ein Kindercasting für ein provokantes Fotoshooting. Bei dem inszenierten Vorstellungstermin warnt Bruno die Mütter, ihre Kinder würden als Nazis verkleidet.
In einer weiteren Episode veranstaltet Bruno einen "Hetero-Festabend" inklusive Käfigkampf. Das bodenständige Publikum amüsiert sich prächtig über die inszenierte Schlägerei, die allerdings in einer schwulen Liebesrangelei endet.