Box Office Millionen in die Kriegskasse
66 Millionen Dollar in nur drei Tagen - das lässt sich sehen. Steven Spielbergs Science-Fiction-Film "Krieg der Welten" lässt Amerika in Stücke gehen - und festigt den Ruf seines Regisseurs, eines der größten Talente der Filmgeschichte zu sein. Der Geldregen sei - Tom Cruise hin, Scientology her - den Machern deshalb gegönnt: 101 Millionen Dollar gingen insgesamt seit dem Start am vergangenen Mittwoch aufs Konto des Blockbusters.
Auch Deutschland schwelgte im Weltenkrieg: Trotz Negativpresse durch das Rezensionsembargo wollten rund 820.000 Besucher Tom Cruise als gestressten Familienvater erleben, der Töchterchen und Sohnemann vor blutrünstigen Aliens retten muss. Auf Platz zwei müht sich "Batman Begins", dem Fledermausmann neue Seiten abzugewinnen: Knapp 105.000 Kinogänger sahen Christian Bale als flatterhaften Helden, den Kindheitstraumata und Ninja-Schurken plagen.
"Per Anhalter durch die Galaxis" trudelt weiterhin durch die deutschen Kinosäle - mit etwa 90.000 Kinogängern auf Platz drei. Kosmisch geht es weiter in den Charts mit "Star Wars: Episode 3 - Die Rache der Sith". Darth Vaders Röcheln lockte immerhin noch circa 75.000 Besucher in die Kinos. Die neu gestartete Romanze "So was wie Liebe", eine Art "Harry und Sally"-Aufguss für Twentysomethings, kam mit 50.000 Zuschauern auf Platz fünf.
Zweiter Neustart der Woche: "My Sommer of Love", ein romantisches Drama über die Liebe zweier Teenagermädchen. Mit 41 Startkopien und 10.000 Zuschauern kam der Film des britischen ehemaligen Dokumentarfilmers Pawel Pawlikowski auf den zwölften Platz.
Dank Weltenkrieg, Latex-Männern und extraterrestrischen Globetrottern lief es gut für Deutschlands Kinobetreiber: 1,4 Millionen Besucher waren zu verzeichnen.