China: Mitarbeiterin der "Zeit" wird freigelassen - DER SPIEGEL
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Presse Chinesische "Zeit"-Mitarbeiterin wieder in Freiheit

Eine in Peking inhaftierte chinesische Mitarbeiterin der Wochenzeitung "Die Zeit" kommt frei. Wie ihr Anwalt mitteilte, wird sie nach neun Monaten ohne Anklageerhebung aus dem Gefängnis entlassen.
"Zeit"-Mitarbeiterin Zhang Miao: Wieder auf freiem Fuß
"Zeit"-Mitarbeiterin Zhang Miao: Wieder auf freiem Fuß

"Zeit"-Mitarbeiterin Zhang Miao: Wieder auf freiem Fuß

Foto: Khuê Pham/ DIE ZEIT
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Die Chinesin Zhang Miao (40) war im Oktober 2014 festgenommen worden, nachdem sie die Berichterstattung der "Zeit"-Korrespondentin Angela Köckritz über die "Occupy Central"-Proteste in Hongkong unterstützt hatte. Die Freilassung soll Donnerstagnacht erfolgen.

Zhang Miaos Anwalt teilte mit, er habe der Staatsanwaltschaft nahegelegt, keine Anklage zu erheben, weil seine Mandantin gefoltert worden sei. Er hatte schon im Januar dem SPIEGEL gesagt , Zhang Miao sei nach ihrer Festnahme vier Tage lang am Schlafen gehindert worden. Die chinesische Justiz scheint seiner Argumentation nun gefolgt zu sein.

In einer Stellungnahme schreibt Moritz Müller-Wirth, der stellvertretende Chefredakteur der "Zeit": "Unsere frühere Korrespondentin Angela Köckritz wurde am Vormittag über die bevorstehende Freilassung informiert. Wir freuen uns sehr und danken allen von Herzen, die in den letzten Monaten zu dieser Lösung beigetragen haben."

Angela Köckritz hatte im Januar in einer langen Reportage  von der Festnahme berichtet.

In China werden Journalistinnen und Journalisten sowie deren Mitarbeiter häufig eingeschüchtert, verfolgt oder Opfer von Behördenwillkür. Eine andere chinesische Journalistin, die unter anderem für die Deutsche Welle gearbeitet hatte, wurde im April zu sieben Jahren Haft  verurteilt.

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