Das System Clooney Was George von Barack lernt
Zurück zum ersten Teil: Das System Clooney
Zurück zum zweiten Teil: "Jede Sekunde" Existenzängste
Und dann vergehen zwei Wochen, und natürlich ruft Clooney in diesen zwei Wochen nicht an, um sich auf ein Bier in New York zu verabreden, aber es kommt ein Dienstag, an dem er als Gast in David Lettermans "Late Show" angekündigt ist, und an diesem Dienstag kommt eine SMS: "Wie wär's mit Mittagessen um eins?" Das ist die Einladung zur Audienz, es ist, als führte nun ein roter Teppich in Clooneys Reich. Er wartet im Carlyle.
Das Carlyle ist eines der ältesten Hotels in Manhattan, es liegt an der Upper Eastside, ein paar Meter vom Central Park entfernt. Clooney kommt auf die Minute pünktlich aus seinem Zimmer hinab ins Restaurant, er trägt dasselbe schwarze Sweatshirt wie in Beverly Hills. Er setzt sich mit dem Rücken zu den anderen Gästen und erzählt vom waiter test: Jeder Mensch, der ihm ein Skript oder sonst was anbiete, sagt er, sei demütig und freundlich zu ihm, dem Berühmten, aber die meisten seiner Gesprächspartner würden die Kellner beschimpfen, ignorieren, bespötteln; der Kellner-Test verrate ihm alles über Menschen, was er wissen müsse.
Stan Rosenfield sitzt mit am Tisch, den Blackberry in der Hand, er sagt: "Bevor du eine Frau mit nach Hause nimmst, mache den Kellner-Test."
"Unbedingt", sagt Clooney.
Nach diesem Vortrag ist Clooney dann sehr nett zu den Kellnern. Er lächelt und sagt "bitte", fragt nach Salat und Cola Light mit viel Eis, bestellt Seezunge mit Spargel für 65 Dollar. Sie spielen klassische Musik hier unten, grün und beige sind die Wände, mächtig dick die Polster.
Dieser Mann, der nun ohne Zeitdruck am Mittagstisch sitzt und Brot zu Krümeln knetet, ist ein veränderter Clooney. Ruhiger. Nicht so professionell.
Clooney sagt, neulich habe er im Gespräch mit seinem Vater über das Verschwinden der amerikanischen Mittelschicht geklagt: "Uns gibt es nicht mehr, Pops. Wir existieren nicht." Und der Vater sagte: "Du bist nicht mehr Mittelschicht, du Idiot." Es sei wohl so, sagt Clooney, dass die geistige Verfassung eines Menschen, jedenfalls seine, niemals ihren Ursprung verlasse, die Kämpfe, die Sorgen.
Clooneys Thema also, schon wieder, die Angst. Es beginnt jetzt das zweite one-on-one, Frage und Antwort, diesmal ohne Frist. Es hat gedauert, knapp zwei Monate lang, es brauchte Anrufe und Mails und mehr Anrufe; es war dieser Wall zu überwinden, den Clooneys Leute errichten zu seinem Schutz.
Möglich, dass er nicht mal weiß, wie sehr Menschen kämpfen, um hinter den Wall zu gelangen; sind sie allerdings drinnen, ist er neugierig. Er sitzt nun hier und denkt nach und redet schutzlos, redet über Angst, das Thema der Clooneys seit Rosemarys Absturz und Nicks Entlassungen.
Wovor haben Sie Angst?
"Oh, vor einer Million Dinge. Vor dem Versagen. Ständig. Seien wir mal nicht cool, seien wir ehrlich: Stellen Sie sich vor, Sie arbeiten eineinhalb Jahre lang an einem Film, es steckt alles in dem Film, was Sie können, dann setzt sich ein Kritiker ins Kino, 90 Minuten lang, und hinterher prügelt er die Scheiße aus Ihnen heraus. Es schmerzt."
Selbst nach so vielen Jahren bedroht Sie das noch?
"Du kannst dich von diesen Erschütterungen nicht befreien. Schauspieler werden Schauspieler, weil sie gemocht werden wollen, weil sie Aufmerksamkeit wollen - jeder fürchtet sich davor, dass das alles vorbei ist."
Vergeht die Angst nie?
"Nie, nie, nie. Ich justiere meine Ängste, das klappt, aber je älter ich werde und je mehr der Tod unausweichlich wird, desto mehr ziehe ich daraus die Konsequenz, nur das zu tun, was Bedeutung hat."
Das alles klingt ein bisschen kokett, angesichts der Position, in der Sie sind. Superstars machen sich ja gern menschlich, indem sie über ihre menschlichen Sorgen reden.
"Ja, ja, ja, ich weiß. Aber du verlierst die Angst nicht. Das wäre ja auch dumm. Sie zu verlieren, das wäre, als wenn Tiger Woods in ein Golfturnier ginge und glaubte, er habe es schon gewonnen. Es ist so simpel: Niemand bezahlt dich dafür, dass es dich gibt, oder dafür, dass du früher mal beliebt warst - es gibt keinen Kredit. Und irgendwann ändern sie ihre Meinung. Das tun sie immer."
Das ist das Wesen der Schauspielerei?
"Das ist der Kern von dem, was ich tue. Du solltest Erfolg in diesem Beruf so annehmen wie einen tödlichen Hirntumor. Du solltest denken: Okay, ein Tumor, ich habe nicht viel Zeit, nur ein bisschen noch, was mache ich damit? Ich versuche, die Projekte zu finden, die ich wirklich machen will, solange ich im Licht stehe. Und von diesen Projekten so viele wie möglich."
Der frühe Tod, das Thema Ihrer Familie?
"Ja. Beide Schwestern meines Vaters starben zu früh, Betty schon mit 45. Viel zu früh. Der Mann meiner Schwester Ada starb, einfach so, an einem Herzinfarkt. Mit 47. Mein Alter."
Ist Angst ein guter Antrieb?
"Der beste."
Er schweigt jetzt, kaut, trinkt, knetet Brot, es ist wahrscheinlich der wärmste Moment in acht Wochen der Annäherung an George Clooney. Er sollte nicht zu schnell vorübergehen, vielleicht ist dies ja auch der richtige Moment, mit ihm über eine Kindheit in Kentucky zu reden, das ganze Private, darum: Woher kommen der Humor und die Selbstironie?
"Vater und Mutter", sagt Clooney. "Sie sind sehr komisch. Ein lustiges Paar. Geschichtenerzähler. Es musste nicht stimmen, was bei uns am Tisch geredet wurde, aber die Pointe hatte gut zu sein." Und dann erzählt Clooney Geschichten von früher, und wer weiß, vielleicht stimmen sie ja.
Er sagt, sein Vater habe seiner Schwester und ihm Bücher zu lesen gegeben und die Kinder hinterher Berichte darüber schreiben lassen: "Fänger im Roggen", "Herr der Fliegen", "zunächst hasst du deinen Vater für so etwas, dann liest du die Bücher, und Welten öffnen sich". Harper Lees "Wer die Nachtigall stört" wurde sein Lieblingsbuch, und er sagt, dass sie auch daheim in Augusta einen hatten, den sie "The crazy one" nannten, "den Irren", und dass die Jungs aus Augusta in den Jahren einer glücklichen Kindheit ihrem Irren das Gleiche angetan hätten, was Boo Radley in der "Nachtigall" erdulden muss.
Die Fallen. Die Sprüche. Die Streiche. Die Isolation. "Ja, Kinder sind schon sehr unschuldige Wesen", sagt Clooney.
Erinnerungen: Wie Little George Lautsprecher und Lichtorgel baute, damit seine erste Peter-Frampton-Platte so wirkte, wie sie wirken sollte; "ich war 15 und habe noch nicht mal gekifft". Wie er sein erstes Geld auf Tabakfeldern verdiente und beim Rasenmähen in der Nachbarschaft, "manchmal fuhr ich dann mit dem Rasenmäher zur Schule". Wie er Autogramme sammelte von allen Stars, die der Vater befragte im Studio. Wie Kameras und Rotlicht irgendwann so normal waren wie Wälder und Sportplätze, "ich glaube, es ist niemals jemand so selbstverständlich in diese Welt geschossen worden wie ich".
Der erste Film?
"Mary Poppins".
Das erste Kino?
"Das Russell Theatre in Maysville, 17 Meilen entfernt. Ein Date kostete 10 Dollar: 2,50 pro Ticket, 4 Dollar für zweimal Hamburger und Fritten und zwei Cola. Drei Stunden Tabakernte ergaben ein Date, das war ein fairer Preis."
Die Poster in Ihrem Kinderzimmer?
"Ich bekam das erste eigene Zimmer, als ich acht war. Farrah Fawcett hing an meiner Wand, im berühmten roten Badeanzug, und Pete Rose. Kennen Sie Pete Rose? Er spielte Baseball für die Cincinnati Reds, wir fuhren immer zu den Heimspielen. Die Homebase erreichte er am liebsten mit einem Hechtsprung, Kopf voraus, ich wollte das immer nachmachen."
Die Träume der Jugend?
"Ein Baseballstar zu werden. Es wurde meine erste Begegnung mit der wirklichen Welt. Ich war der Held vom Dorf, zweimal war ich beim Probetraining der Reds. Zum Schlagen kam ich gar nicht, weil ich diese Geschwindigkeit der Würfe nicht kannte."
So schnell geben Sie auf?
"Nein, ich bin damals vertrimmt worden, aufgeweckt worden, ich wusste, ich hatte keine Chance. Man gibt ja nicht auf, bevor es vorbei ist, komplett und endgültig. Darum geht es ja im Leben: Solange du nur einen Hauch deines Traums noch riechen kannst, musst du weitermachen. So war es auch mit meiner Schauspielerei: Wir waren so viele junge Kerle, damals in Los Angeles, wir zogen von Probeaufnahme zu Probeaufnahme, und nach und nach stiegen die anderen aus. Viele waren erfolgreicher als ich gewesen, und einige waren besser. Aber sie wurden erwachsen, hatten Frau und Kinder, das Leben war zu teuer geworden für 15.000 Dollar Jahreseinkommen. Schauspielerei ist das Gegenteil von Erwachsensein."
Nie Zweifel gehabt?
"Natürlich. Irgendwann ist man zu alt, um nach einem Scheitern noch Alternativen zu haben. Ich hatte viele Jahre lang keinen Erfolg, und sogar mein Vater sagte damals: 'Du hast doch nur ein paar Auftritte, warum gibst du nicht auf?' Ich sagte ihm: 'Weil ich ein paar Auftritte habe.'"
"Lerne, den Kopf ruhig zu halten"
George Clooney war ein Teenager, als eine Filmcrew nach Augusta kam, Richard Chamberlain war dabei. "Das war die Saat", sagen seine Eltern. Er studierte ein wenig in Kentucky, wurde die 10.000 Dollar, die sein Vater ihm für vier Jahre College gegeben hatte, in ein paar Monaten los, und dann fragte er, ob er den alten Chevrolet Monte Carlo haben könne. Er fuhr vier Tage lang, immer nach Westen, dann war er in Los Angeles.
Es ging nicht gut, viele Jahre lang nicht. Er spielte in schlechten Theatern und nahm Unterricht, er arbeitete auf dem Bau und ging zu all den sogenannten Auditions.
Vater Clooney sagte ihm: "Junge, es gibt 50.000 Journalisten in den USA und 3000 Schauspieler. Rechne! Mache einen Collegeabschluss, dann hast du etwas, worauf du zurückfallen kannst."
George sagte: "Wenn ich was habe, worauf ich zurückfallen kann, falle ich."
"Er hatte recht. Er hat immer recht", sagt Nick Clooney, "und wissen Sie, was seine wahre Stärke ist? Ich, Sie, wir alle erreichen irgendwann einen Punkt, an dem wir stehen bleiben. George geht weiter, er hat keine Angst zu wachsen."
Es kamen die ersten Serien, und bald gab es Anschlussverträge, aber Clooney lehnte die Anschlussverträge ab, weil er weiterwollte. Steven Spielberg sagte ihm: "Wenn du lernst, den Kopf ruhig zu halten, wirst du ein Kinostar werden."
Und Clooney hielt den Kopf ruhig.
"Emergency Room", die Serie, brachte ihn 1994 nach oben, es folgten die Kinofilme: "From Dusk till Dawn", "Out of Sight", "O Brother, Where Art Thou?", "Ocean's Eleven", "Confessions of a Dangerous Mind", "Syriana", "Good Night, and Good Luck", "Michael Clayton". 27 Kinofilme, 27 Silberbecher bekam er dafür von den Eltern. Clooneys Pokale.
Es ist Nachmittag in Manhattan, Clooney sagt, New York sei schwer zu genießen für ihn: zu eng, zu voll, zu wenige Ecken, in denen er nicht bedrängt wird. Ansonsten jedoch: die südliche Hälfte der Welt ein Grund für Sorgen und die nördliche ein einziger Spielplatz, das Leben als König von Hollywood nichts als ein unverdientes Geschenk.
Nie verbittert gewesen wegen der Nachteile des Ruhms?
"Ich verstehe alle, die bitter werden, wenn der Ruhm vergangen ist. Aber während sie berühmt sind? Soll ich weinen, weil Paparazzi vor meinem Haus stehen? Ich wollte das, jetzt habe ich es, es ist der pure Genuss. Natürlich, durch Mobiltelefone und YouTube tanzen wir einen komplett neuen Tanz: Bohrst du in der Nase, lacht dich die Welt aus. Es ist ein Tanz mit ständig schneller werdender Musik, aber ich kannte nichts anderes als den Umgang mit Ruhm: Wenn irgendwer für den modernen Tanz trainiert wurde, bin ich das."
Was ist der Trick?
"Der erste Trick ist, dass du dich nicht gegen jeden Klatsch verteidigst. Wähle ein, zwei Sachen aus, die die Verteidigung lohnen. Lass den Rest vorbeirauschen. Der zweite Trick ist die Kennedy-Theorie."
Bitte?
"Ja. Es gab nie eine dümmere erste Aktion eines gerade gewählten Präsidenten als die Invasion in der Schweinebucht auf Kuba, nicht wahr? Die Ablehnung des Kyoto-Protokolls kommt dicht an die Schweinebucht heran, aber ich glaube, die Schweinebucht gewinnt knapp. Es war die dümmste erste Amtshandlung der Geschichte, und am nächsten Morgen gab Präsident Kennedy eine Pressekonferenz und sagte: 'Dies vorweg, ich habe gestern einen großen Fehler gemacht. Ich habe phantastische Berater, aber ich habe eine Entscheidung getroffen, die falsch war.' Dann kamen die Journalisten und fragten: 'Mister President, war es nicht Ihr Fehler?' Und Kennedy: 'Ich sagte gerade ...' Und damit war's vorbei."
Wir lernen: Immer offensiv sein?
"Den Schlag gar nicht erst kommen lassen, lieber selbst schlagen. Es gibt eine Menge Berater, die sagen: 'Leugne, leugne, leugne, irgendwann zieht es vorüber.' Ich glaube jedoch etwas anderes: Sag die Wahrheit, versuche nicht, dich zu winden oder zu lügen. Sei der Story, die sowieso kommen wird, einen Schritt voraus."
Ein Beispiel?
"Wenn ein Film wie 'Batman und Robin' rauskommt und die Kritiker sagen, er sei gruselig, dann stell dich hin und sag: 'Vielleicht ist es ja kein großartiger Film, aber das Schlechteste darin bin ich.' Ich versprech's: Es ist nicht so schwer. Und wissen Sie, wer beweist, dass ich recht habe?"
Vermutlich Sie selbst?
"Nein, ich meine George W. Bush. Er hat gelogen, gelogen, gelogen. Es ist noch gar nicht lange her, da war er der meistgefürchtete Mann der Welt - haben Sie gesehen, wie er behandelt wurde, als er im neuen Baseball-Stadion in Washington D. C. den ersten Wurf machen sollte? Sie haben gebuht und gelacht. Eine Witzfigur ist er durch seine Lügen geworden, das war sein eigenes Werk. Wissen Sie, wer noch beweist, dass ich recht habe?"
Wer?
"Bill Clinton. Ein großartiger Präsident, eigentlich. Immer noch ganz populär. Aber seit Monica Lewinsky ist er beschädigt, und seitdem glauben die Menschen auch Hillary nicht mehr. Das war der Kern im Vorwahlkampf: Letztlich vertrauen die Menschen den Clintons nicht."
Das war die Lücke, in die Barack Obama stieß?
"Ja, das war sie. Obama war noch nicht im Senat, aber er kandidierte, auch er hatte viel zu verlieren. Er sagte es trotzdem: 'Nein, das ist der falsche Krieg.' Dieses Nein hat Barack in Fahrt gebracht, es war der Beginn."
Was tun Sie für Obama?
"Im Stillen werben, Fundraiser organisieren, solche Sachen. Öffentlich halte ich mich zurück, denn bei den Liberalen braucht er keine Hilfe, und bei den Konservativen würde ich ihm nur schaden."
Er trinkt Kaffee, er isst einen Obstsalat, trinkt noch einen Kaffee. "Waren das wirklich alle Themen?", will Clooney wissen, dann geht er aufs Zimmer.
Er hat bei keiner Frage darum gebeten, etwas off the record zu sagen, aber der Mann hat seine Maschen: Sobald man ihn nach Frauen fragt oder nach den Web-Seiten, auf denen er schwul genannt wird, antwortet er mit Scherzchen, also nicht. Selbstkontrolle und Ironie retten ihn, darum gelingt es ihm ja besser als seiner Nachbarin Britney Spears, der Öffentlichkeit das Gefühl zu geben, ihn privat zu kennen, und doch zu hüten, was privat bleiben soll.
Frauen oder Männer? Frauen. Es ist nicht wichtig, in Clooneys Welt aber auch für niemanden eine Frage. Sind die acht Jungs wirkliche Freunde, oder geht es eher darum, von ihnen zu reden? Hier beginnen die Fragen, die bleiben, am Ende kann man sich Clooney auch als einsamen Mann vorstellen.
Wenn allerdings die Welt ein wenig wie Clooney wäre, sähe sie besser aus, hätte Witz, und sie wäre effizienter; die Vernunft hätte gesiegt. Und in Clooneyland am Comer See würde der Gastgeber den Grill anwerfen und ein "Heineken" öffnen, er würde den Jungs zulächeln, es wäre vollbracht.
Wer ihn in den folgenden Tagen und Wochen beobachten will, muss dann reisen, muss Gewühl aushalten und vor allem Geschrei. Er geht zu David Letterman, wischt Krümel von der Hose, ist witzig und schlau. Zwei Hemdknöpfe stehen offen, das Publikum sieht eine rasierte Brust.
Er fliegt nach Rom, Paris, London, gibt Pressekonferenzen, scherzt, schreibt Autogramme. "Thanks for the dance", das malt er den Damen aufs Blatt.
Er fliegt wieder nach New York und ist Gastgeber einer Gala im Metropolitan Museum of Art, im Smoking steht er neben Julia Roberts, schlau und witzig.
Überall Scheinwerfer. Brüllende Fotografen. Blogger. Kameras. Stan Rosenfield steht am Rand und liest im Blackberry, was so hereingekommen ist. Clooney lächelt und dreht sich. Nichts ist schwerer als Leichtigkeit, es kann nicht viel geben, was anstrengender wäre, als George Clooney zu sein.
Er sagt: "Danke, vielen Dank Ihnen allen", dann stellt er das Lächeln ab und steigt in seinen Jet. Und wohin jetzt?
"Burn After Reading". Regie: Joel und Ethan Coen, Deutschland-Start 2.10.2008. Filmfestspiele Venedig, 27.8.-6.9., www.labiennale.org/it/cinema