Désirée Nosbusch: "Europäische Studioparty" - DER SPIEGEL
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Désirée Nosbusch "Europäische Studioparty"

Désirée Nosbusch, 37, über ihre neue Europa-Show "Made in Europe", die von Donnerstag (21 Uhr) an in zunächst sieben Folgen in der ARD laufen wird.
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

SPIEGEL:

Sie leben seit mehr als zehn Jahren in den USA. Kennen Sie sich in Europa überhaupt noch aus?

Nosbusch: Auch wenn das kitschig klingt: Im Herzen bin ich immer Europäerin geblieben. Und ich habe in dieser Zeit ja nicht nur in Deutschland gearbeitet, sondern auch in Frankreich, Italien und Spanien. Als echter Europa-Fan war ich deshalb seit Jahren auf der Suche nach einer guten Sendung zu diesem Thema.

SPIEGEL: Offenbar sind Sie in Frankreich fündig geworden. Ihre Show ist eine Adaption des Erfolgsformats "Union Libre", eine Art Grand Prix der Euro-Skurrilitäten.

Nosbusch: So einfach ist das nicht zu erklären. Es ist eine Art anderthalbstündiges Show-Magazin, eigentlich eher eine europäische Studioparty. Sechs junge Europäer stellen Interessantes aus ihrem Land vor: Das reicht vom Schweden, der aus Elchdung Papier herstellt, bis zu einem griechischen Beitrag über Kioske ­ wer weiß schon, dass die in Athen erfunden wurden. Über all das wird geflapst und geredet, und natürlich gibt es auch Musik aus den jeweiligen Ländern.

SPIEGEL: Wollen die Zuschauer das sehen? Der letzte Versuch, die Kockam-Brink-Show zum Start des Euro, war mäßig erfolgreich.

Nosbusch: Das war auch ein anderes Konzept, weil die Sendung "Bye-bye Deutsche Mark" hieß ­ mit einem tränenden Auge. Wir sehen das Thema positiv, was wir zeigen möchten, ist ein junges, offenes, neues Europa.

SPIEGEL: Vor allem offenbar eines für junge Zielgruppen: Sie sprechen von einer Studioparty, der erste "Stargast" ist der Comedian Mirco Nontschew.

Nosbusch: Mir wäre natürlich am liebsten, wenn möglichst alle Altersgruppen da mal offen hinschauen und das auf sich wirken lassen. Wenn dann jemand lernt, dass Italien auch ganz anders sein kann als im Sommer in Jesolo, hätten wir doch etwas Tolles erreicht.