Diebesgut: Steven Spielberg kaufte gestohlenes Gemälde - DER SPIEGEL
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Diebesgut Steven Spielberg kaufte gestohlenes Gemälde

Der Regisseur als Opfer abgebrühter Kunsthehler: In Steven Spielbergs Gemäldesammlung ist ein Bild von Norman Rockwell aufgetaucht, das fast 34 Jahren lang als vermisst galt. Der Filmemacher wusste bis vor kurzem nicht, dass es sich dabei um Diebesgut handelt.
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Los Angeles – Steven Spielberg hatte im Jahr 1989 bei einem Händler ganz regulär das Bild "Russisches Klassenzimmer" des amerikanischen Malers Norman Rockwell erstanden und es stolz in seinem Büro in den Universal-Studios aufgehängt. Was er nicht wusste: Dieses Gemälde war im Juni 1973 aus einer Galerie im US-Staat Missouri gestohlen worden.

FBI-Experten bestätigten die Echtheit des Bildes. Sie schätzen den Wert des Gemäldes auf rund 532.000 Euro. Spielbergs Mitarbeiter entdeckten den Titel des Bildes im Internet auf einer FBI-Liste mit gestohlenen Kunstwerken und machten ihn darauf aufmerksam.

Der Regisseur, ein passionierter Rockwell-Sammler und Mitbegründer des Rockwell-Museums, darf das Bild laut Polizei noch bis zum Ende der Ermittlungen behalten - bis geklärt ist, wem es rechtmäßig gehört.

Das Bild war 1973 während einer Ausstellung im US-Bundesstaat Missouri gestohlen worden. Zuvor zählte es ein Museum in Chicago zu seinem Bestand. Die Polizei entdeckte erst 2004, dass es 1989 auf einer Ausstellung in New York zum Verkauf angeboten worden war.

Norman Rockwell war ein Maler und Illustrator, der in seinen Bildern häufig Alltagsszenen der Menschen zeigte. Er gestaltete mehr als 300 Titelbilder der Zeitung "Saturday Evening Post" und gewann damit große Popularität. Der Maler starb 1978 im Alter von 84 Jahren.

jjc/AFP/AP