"Dresden"-Quote Feuersturm mit Millionenpublikum
Hamburg - Ein voller Publikumserfolg für die Produktionsfirma Teamworx und das ZDF: Auch der zweite Teil des Spielfilm-Dramas über die Bombardierung Dresdens schlug gestern Abend mit 11,25 Millionen Zuschauern (31,2 Prozent Marktanteil) die gesamte TV-Konkurrenz. Selbst der übliche Quotenkönig Günther Jauch geriet mit seinem RTL-Quiz "Wer wird Millionär?" (6,47 Millionen - 17,8 Prozent) klar ins Hintertreffen.
Den ersten Teil hatten am Sonntagabend 12,68 Millionen Zuschauer (32,6 Prozent Marktanteil) verfolgt. ZDF-Programmdirektor Thomas Bellut kündigte an, dass der Erfolg des Zweiteilers Ansporn sein werde, weiter zeitgeschichtliche Themen "auf hohem Niveau anzugehen". "Dresden" übertraf sogar die hohe Einschaltquote des weitaus weniger anspruchsvollen Teamworx-Zweiteilers "Die Sturmflut", der vor zwei Wochen auf RTL ausgestrahlt worden war.
Laut ZDF-Informationen stieß "Dresden" besonders in Sachsen auf enormes Interesse. Hier erreichte der Film Zuschaueranteile von 45,0 Prozent am Sonntag und 42,5 Prozent am Montag. Der Sender hatte einen Großteil der insgesamt zehn Millionen Euro Produktionskosten übernommen. Das Eventmovie findet auch im Ausland großes Interesse und wurde bereits nach Italien, Frankreich, Benelux, Japan, Polen, Griechenland, Thailand und Serbien verkauft.
Zu sehen ist das mit Felicitas Woll, John Light und Heiner Lauterbach besetzte Historiendrama noch einmal am kommenden Wochenende: Der Dokumentationskanal Phoenix strahlt am Samstag beide Teile hintereinander ab 20.15 Uhr aus.
Über einen echten Quotenrekord freute sich gestern Abend der Sender Arte: Die Ausstrahlung des Kinoerfolgs "Good Bye, Lenin!" von Wolfgang Becker bescherte dem deutsch-französischen Kultursender die höchsten Einschaltquoten seit seiner Gründung 1992. 1,7 Millionen Fernsehzuschauer verfolgten den Film, wie der Sender heute mitteilte. In Deutschland und Frankreich zusammen schalteten sogar 2,8 Millionen Fernsehzuschauer ein. Zuvor hatte Tom Tykwers "Lola rennt" die Spitzenquote des Senders eingebracht: Bei der deutschen Erstausstrahlung hatten damals 1,6 Millionen Zuschauer eingeschaltet.