DSDS-Ostershow Bohlen ätzt Softie Thomas raus
Köln Der Anfang ließ Böses ahnen: Nachdem sich DSDS-Moderatorin Tooske Ragas nach ihrer Babypause gewohnt kreischend zurück gemeldet hatte, setzten die Superstar-Kandidaten zu einer reichlich schrägen Version von "New York, New York" an. Im Vergleich zu diesem Einstieg waren die folgenden Auftritte geradezu Balsam für's Gehör unter dem Motto "Let's Swing" schlugen sich die Nachwuchs-Sänger weitgehend recht und schlecht durchs Programm.
Allein der Kölner Thomas Enns erntete ätzende Kritik von der Jury für seine Interpretation von "You are the Sunshine of my life". "Mit dem Öl aus deinen Haaren hättest du lieber deine Stimme geölt", pöbelte Jury-Mitglied Dieter Bohlen dem 24-Jährigen entgegen. Der war der große Softie der Show, in einer der vergangenen Shows hatte er sich als überzeugter Christ bezeichnet und erklärt, er wolle bis zu seiner Hochzeit keinen Sex haben.
Abgesehen von der hämischen Kritik für Enns zeigte sich Bohlen diesen Samstag sonst österlich milde sogar der 16-jährige Martin Stosch bekam schon zum zweiten Mal relativ gute Noten von dem Erfolgs-Produzenten. Der Jüngste unter den Kandidaten wurde von der Jury schon wiederholt wegen seiner mäßigen Leistung abgekanzelt, vom Publikum allerdings immer wieder in die nächste Runde gewählt. Gestern zeigte Stosch allerdings tatsächlich eine verhältnismäßig erträgliche Darstellung von "Night and Day".
Zum Schluss flog Enns raus wahrscheinlich zur Erleichterung sämtlicher Beteiligter. Denn vergangene Woche hatte es zur großen Überraschung aller die 26-jährige Francisca Urio erwischt, die aufgrund ihrer starken Stimme eigentlich als eine der Favoritinnen galt.
Durchschnittlich 4,07 Millionen Zuschauer sahen die fünfte Mottoshow, was einem Marktanteil von 14,5 Prozent entspricht. Alle sechs Kandidaten wurden bei ihren Auftritten von einer 23- köpfigen Big Band begleitet.
ase/dpa