Gemäldefund Kunstwerk von der Toilette
Rom - Nach Angaben von "Times Online" wurde auf einer Personaltoilette in der Nähe der Zollstelle des Flughafens von Bergamo ein Gemälde gefunden, das möglicherweise dem Werk von Amedeo Modigliani entstammt. Kunstexperten untersuchen momentan noch seine Echtheit.
Das 35 mal 25 Zentimeter große Bild war - versandfertig verpackt und in einer Kiste verstaut - von Angestellten des Flughafens entdeckt und zuerst für einen "verdächtigen Gegenstand" gehalten worden. Mittlerweile geht man davon aus, dass das Kunstwerk von einem Schmuggler versteckt wurde, der Angst bekommen hatte.
Kunsthändler erklären, dass kein Modigliani-Gemälde eine Exportgenehmigung des Kulturministeriums bekommen würde. Daher vermute die Polizei eine größer angelegte Schmuggel-Operation, berichtet "Times Online" weiter.
Das Gemälde ist möglicherweise ein Porträt von Rosalie Tobia, einer Italienerin, die Modigliani häufig in seiner Zeit in Paris gemalt hat. Ein weiteres Porträt von ihr hängt in der Pinakothek in Mailand, doch die Kuratoren versicherten, dass es nicht gestohlen sei. Andere Porträts der Zeitgenossin des Künstlers befinden sich in Privatbesitz.
Osval-do Patani, einer der führenden Modigliani-Experten, äußerte sich gegenüber der "Times", er müsse das Bild erst sehen, bevor er seine Authentizität bestätigen könne. Es kursierten allerdings viele Fälschungen. Falls es sich um ein Original handeln sollte, könne es über eine Million Euro wert sein.
hae