Grimme-Preis 2007 Sommermärchen doch noch nominiert
Marl - Die WM-Hymne "Deutschland. Ein Sommermärchen" von Sönke Wortmann hat doch noch eine Chance auf den Adolf-Grimme-Preis 2007. Die Jury "Information & Kultur" nominierte den erfolgreichen Kinofilm, der bisher leer ausgegangen war, nach.
Der Film von Sönke Wortmann sei aufgrund seiner besonderen Entstehung, der Möglichkeit, ganz nah an der Mannschaft zu sein, eine "außergewöhnliche Reportage", so Detlef Ruffert, stellvertretender Vorsitzender der Jury "Information & Kultur".
Zudem sei Wortmann emotional Beachtliches gelungen: "Der Film hat die Stimmung dieser Weltmeisterschaft, die Fröhlichkeit und Begeisterung, wunderbar eingefangen und transportiert." Obwohl "Deutschland. Ein Sommermärchen" bereits einige Preise gewonnen habe, sei es der Jury wichtig, diesen Film für den Adolf-Grimme-Preis zu nominieren.
Die drei Jurys der jeweils eigenständigen Wettbewerbskategorien "Information & Kultur", "Fiktion" und "Unterhaltung" haben damit von ihrem Recht der nachträglichen Nominierung Gebrauch gemacht und ehrten weitere sechs Beiträge. Insgesamt schraubten die Kommissionen die Zahl der Nominierungen von 62 auf 68, wie das Institut am Dienstag in Marl berichtete.
Zu den nachträglich eingereichten Beiträgen gehören auch der ZDF-Zweiteiler "Dresden" mit Grimme-Preisträgerin Felicitas Woll, die Arte-Produktion "GI's in Rot-China", "Arnies Welt" (ARD/WDR), "Die Spielwütigen" (ZDF) und "Was liest Du?" (WDR).
Der Adolf-Grimme-Preis gilt als wichtigster deutscher Fernsehpreis und wird am 30. März im Stadttheater Marl verliehen. Am 14. März geben die Jurys die Gewinner der Auszeichnungen bekannt.
albi/ddp/dpa