Gütliche Einigung: Michael-Jackson-Auktion gestoppt - DER SPIEGEL
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Gütliche Einigung Michael-Jackson-Auktion gestoppt

Phantasie-Uniformen, Glitzer-Handschuhe, kuriose Möbelstücke: Zahlreiche Michael-Jackson-Devotionalien sollten in einer Auktion unter den Hammer kommen. Sollten. Denn der "King of Geldnot" hat die Zwangsversteigerung in letzter Minute verhindert - und darf sein Spielzeug behalten.
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Los Angeles - Eine E.T.-Statue, Darth Vader als lebensgroße Legofigur, ein Gemälde des Popkönigs im Goldrahmen, der Umhang des Superstars oder doch lieber dessen Krone? All diese kuriosen Gegenstände aus dem Besitz Michael Jacksons standen eben noch zum Verkauf. Sie hätten in einer spektakulären Auktion unter den Hammer kommen sollen. Doch nun ist die geplante Versteigerung von mehr als tausend persönlichen Stücken überraschend abgesagt worden.

Dem Internet-Dienst Tmz.com zufolge, haben Jacksons Produktionsfirma und das Auktionshaus Julien's einen Streit beigelegt und sich darauf geeinigt, dass Jackson seine Besitztümer und Erinnerungsstücke behalten darf. Einzelheiten der Absprache wurden nicht bekannt.

Seit Dienstag waren die Versteigerungsobjekte im kalifornischen Beverly Hills zur Ansicht ausgestellt worden. Die Ausstellung mit vielen Stücken von der legendären Neverland-Ranch des Sängers sollte bis zum 25. April versteigert werden.

Jackson hatte Anfang April einen Gerichtsstreit um die Versteigerung verloren, als ein Richter dem Auktionshaus die Erlaubnis erteilte, Jacksons Besitz zu versteigern. Nach Julien's Darstellung hatte der Sänger dem Auktionshaus zunächst den Auftrag gegeben, dann aber plötzlich seine Meinung geändert.

Im vergangenen Jahr hatte der Sänger das Landschloss Neverland für rund 35 Millionen Dollar einer Investment-Firma übertragen, an der er selbst Anteile hält. Ein beteiligtes Unternehmen übernahm eine Millionen-Hypothek, um das Anwesen vor einer drohenden Zwangsversteigerung zu retten.

Jackson musste schon einmal per Gerichtsbeschluss einer Versteigerung zustimmen. Vor zwei Jahren war er gezwungen, ein Lager mit persönlichen Gegenständen aufzulösen, als Teil der Abmachung innerhalb eines Insolvenzverfahrens gegen seine Eltern und seine Geschwister. Die Gegenstände wurden alle versteigert, brachten aber nicht den erhofften Gewinn, sie brachte lediglich rund eine Million Dollar ein.

Die nun abgesagte Auktion hätte dagegen rund zwei Millionen Dollar kosten und mehr als zehn Millionen Dollar einbringen sollen, sagten Vertreter des Auktionshauses Julien's.

Jackson war 2005 in einem aufsehenerregenden Prozess vom Vorwurf des Kindesmissbrauchs freigesprochen worden und hatte danach mit seinen drei Kindern die Neverland-Ranch verlassen. Im März kündigte der einstige "King of Pop" in London eine Konzertserie mit 50 Auftritten an, die in diesem Sommer beginnen soll.

hyc/dpa

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