Harald Schmidt rät "Kerner gucken"
Seine Sendung hatte Schmidt durchgezogen, ohne auch nur ein Wort über seine am Montag verkündete Schaffenspause zu verlieren. Mochten die Journalisten und Schmidtianer im Volk den ganzen Tag lang rätseln, warum es die "Harald Schmidt Show" im kommenden Jahr nicht mehr geben soll - der Entertainer zog es vor, zu dem Thema zu schweigen.
Da schien ihm auch die Plauderei mit dem smarten ZDF-Anchorman Claus Kleber unverfänglich genug zu sein. Wie er das denn mache, den Politikern in Interviews die News aus der Nase zu ziehen, wollte Schmidt wissen, und Kleber gestand, dass das schwierig sei.
Doch wer es gar nicht erst versucht, wird auf keinen Fall erfolgreich sein. Also nutzte Kleber die letzte Sendeminute und fragte Schmidt, was der denn nun vorhabe. Deutschlands Chefsatiriker hatte den Nachrichtenmann wohl unterschätzt und versuchte sich mit einer Olaf-Scholz-Spontanimitation aus der Affäre zu ziehen - doch Kleber hakte nach: Was er denn künftig machen solle nach den "Tagesthemen"? Doch da war Schmidt wieder auf der Höhe: "Kerner gucken!"
Damit musste Kleber sich zufrieden geben, denn Kerner ist ZDF-Kollege. Und Schmidt-Fans wissen, dass der Entertainer aus seiner Geringschätzung des biederen ZDF-Talkers nie einen Hehl gemacht hat.