Hauptstadtkultur Bund soll Staatsoper finanzieren
Berlin Nur zwei international konkurrenzfähige Opernhäuser könne sich das Land Berlin leisten, sagte der Regierende Bürgermeister Klaus Wowereit auf einer Sitzung des Kulturausschusses im Berliner Abgeordnetenhaus bei seinem ersten Auftritt als oberster Verantwortlicher für die Berliner Kultur.
Für die Staatsoper Unter den Linden solle der Bund aufkommen. Dafür gebe es aber zur Zeit allerdings "kein Signal", sagte Wowereit. Die Stadt Berlin könne nur die Komische Oper und die Deutsche Oper halten. Wowereit sagte weiter, er könne noch kein abgestimmtes Konzept vorlegen.
Der Kulturausschuss beschäftigte sich mit dem zukünftigen Kurs der Opernstiftung nach dem angekündigten Rücktritt ihres Generaldirektors Michael Schindhelm. Schindhelm selbst nahm nicht an der Sitzung teil. Er habe sein Flugzeug verpasst, hieß es. Wowereit forderte die Intendanten der drei Opernhäuser auf, ein Alternativ-Sparkonzept zu den Plänen Schindhelms vorzulegen.
Die Intendanten der Opernhäuser hatten bekräftigt, das von Schindhelm vorgelegte Sparkonzept sei so nicht zu realisieren. Es sieht unter anderem die Einführung eines Stagione-Betriebs bei der Deutschen Oper vor: Einzelne Werke sollen blockweise gespielt werden. Außerdem solle das Opernhaus weniger Vorstellungen anbieten. Intendantin Kirsten Harms sagte, die erhofften Einsparungen seien mit dem Plan nicht zu erzielen.
ner/ddp/dpa