Holocaust-Mahnmal: Auf Degussa-Fundament gebaut - DER SPIEGEL
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Holocaust-Mahnmal Auf Degussa-Fundament gebaut

Der Degussa-Konzern ist laut eines Zeitungsberichts über eine weitere Tochterfirma am Holocaust-Mahnmal beteiligt. Dem Chemie-Unternehmen war zuvor der Auftrag zur Lieferung eines Graffiti-Schutzmittels für das Berliner Projekt entzogen worden. Jetzt gibt es Überlegungen, das Mahnmal abzureißen.
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Düsseldorf - Ein Teil der Stelen-Fundamente sei mit einem Betonverflüssiger der Degussa-Tochter Woermann Bauchemie GmbH gegossen, berichtet die "Rheinische Post". Das Düsseldorfer Unternehmen bestätigte ihr das: "Intensive Recherchen der Degussa haben ergeben, dass der Beton-Verflüssiger von der Degussa-Tochter Woermann stammt."

Das Stiftungskuratorium für das Mahnmal hatte seine Entscheidung, die Verwendung des Degussa-Produkts zu stoppen, damit begründet, dass eine Tochtergesellschaft des Chemieunternehmens in der NS-Zeit das Gift Zyklon B zur Tötung von Juden und anderen Verfolgten produziert hatte.

Zu den neuen Informationen wollte sich das Kuratorium offiziell nicht äußern, wie das Blatt berichtet. Aus dem Umfeld des Kuratoriums habe es jedoch geheißen, letztlich müsste das Mahnmal abgerissen werden, wenn Degussa wegen ihrer Vergangenheit unerwünscht sei. Nach Informationen der Zeitung sind bereits mehrere hundert der 2700 Stelen mit dem Degussa-Graffitischutz imprägniert. Ein anderes Produkt wäre klar an der Farbe zu erkennen. Dem zufolge könnten die Degussa-Stelen zu einem "Mahnmal im Mahnmal" werden.