Hongkong: "Zeit"-Mitarbeiterin festgenommen - DER SPIEGEL
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Hongkong "Zeit"-Mitarbeiterin in China inhaftiert

Reporter der "Zeit" sind in China ins Visier der Staatsmacht geraten: Die Korrespondentin Angela Köckritz, die von den Protesten in Hongkong berichtete, ist verhört worden. Ihre Mitarbeiterin sitzt seit einer Woche in Haft.
Proteste in Hongkong: "Negative Konsequenzen"
Proteste in Hongkong: "Negative Konsequenzen"

Proteste in Hongkong: "Negative Konsequenzen"

Foto: BOBBY YIP/ REUTERS
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Hongkong/Peking - Zhang Miao war auf dem Weg zu einer Dichterlesung in Peking, mit der Anhänger der Demokratiebewegung in Hongkong unterstützt werden sollten. Bevor Zhang Miao die Lesung erreichte, wurde die 40 Jahre alte Chinesin festgenommen. Sie hatte zusammen mit der China-Korrespondentin der "Zeit", Angela Köckritz, über die Demonstrationen in Hongkong berichtet. Auch Köckritz wurde nach eigenen Angaben von der Polizei verhört.

Die 40 Jahre alte Zhang Miao werde im Gefängnis festgehalten. Ihr werde formell "Unruhestiftung" vorgeworfen, was mit einer Haftstrafe geahndet werden kann. Im Zusammenhang mit der Dichterlesung in Peking sind auch mehrere andere Personen festgenommen worden.

Nach Angaben von Bürgerrechtlern befinden sich in China mehr als 40 Menschen wegen ihrer Sympathiebekundungen für die seit zwei Wochen anhaltenden Proteste in Chinas Sonderverwaltungsregion in Haft.

Amnesty International forderte Kanzlerin Angela Merkel auf, sich beim Besuch von Chinas Premier Li Keqiang am Freitag in Berlin für ihre Freilassung einzusetzen. Der Premier landet am Donnerstagabend mit einer Ministerriege zu Regierungskonsultationen in Berlin.

Bei einem zweiten Verhör am Donnerstag drohte ein hoher Beamter der China-Korrespondentin der "Zeit" mit "negativen Konsequenzen" durch ihre Berichterstattung und dem Entzug der Akkreditierung, wie Köckritz mitteilte.

kha/dpa