Ideen-Klau Klage gegen Spielberg-Studio
New York - Wie das Branchenblatt "The Hollywood Reporter" auf seiner Website berichtet, muss sich US-Regisseur Steven Spielberg wegen Urheberrechtsverletzungen bei der Produktion des Thrillers "Disturbia" vor Gericht verantworten. Die Schadensersatzklage richte sich gegen Spielbergs Dreamworks Studios, Paramount Pictures und das Dreamworks-Mutterunternehmen Viacom. Die drei Studios hatten den US-Thriller "Disturbia" 2007 produziert.
Beschwerdeführer sind die Erben des 1968 gestorbenen US-Schriftstellers Cornell Woolrich, auf dessen Kurzgeschichte auch der Hitchcock-Film "Das Fenster zum Hof" basierte.
Während Altmeister Hitchcock 1954 ausdrücklich um die Rechte an der Kurzgeschichte "Murder from a Fixed Viewpoint" nachsuchte, hätten, so die Kläger, die Verantwortlichen für "Disturbia" das Material einfach übernommen.
"Was die Beklagten nicht offen, legitim und legal tun wollten, haben sie heimlich getan - indem sie die Geschichte von "Das Fenster zum Hof" durch die Hintertür nutzten, ohne Geld dafür zu zahlen", lautet die Klage weiter.
In "Disturbia" spielt US-Nachwuchsstar Shia LaBeouf einen jungen Mann, der seine Nachbarn mit einem Fernglas ausspioniert und so einem Serienmörder auf die Spur kommt. Regie führte 2007 der US-Amerikaner D.J. Caruso.
In Hitchcocks Klassiker von 1954 spielt US-Schauspieler James Stewart einen an den Rollstuhl geketteten Pressefotograf, der seinen Nachbarn hinterher spioniert und dabei einen Mord beobachtet.
Die Klage wurde dem Bericht zufolge am Montag eingereicht.
ber/dpa