Ifa 2003: Spitzenbeteiligung lässt hoffen - DER SPIEGEL
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Ifa 2003 Spitzenbeteiligung lässt hoffen

Auf der Internationalen Funkausstellung in Berlin können sich die Besucher ab dem 29. August von einem ganz neuen Trend überzeugen: Handys, Fernseher oder MP3-Player sollen ab sofort nicht nur digital und global einsetzbar, sondern tatsächlich auch noch einfach zu bedienen sein – der Konsumententest wird es zeigen.
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Einfach, intelligent und praktisch sollen sie sein, die neuen Geräte auf dem Markt der Unterhaltungselektronik. Und genau deswegen machen sie auch viel mehr Spaß - informiert die Ifa ihre Besucher. Ab kommenden Freitag können die Konsumenten überprüfen, ob die digitale Technologie tatsächlich noch perfekter geworden ist.

Dabei verspricht die 44. Internationale Funkausstellung, die vor allem eine Messe für den Endverbraucher ist, eine Rekordveranstaltung zu werden: Insgesamt 958 Aussteller aus 36 Ländern haben sich angemeldet, eine absolute Spitzenbeteiligung in der 79-jährigen Messe-Geschichte. Auch der Hifi-Bereich der Ifa könnte in diesem Jahr zur größten Hifi-Ausstellung der Welt werden. In Zeiten sonstiger Krisenmeldungen aus der Medien- und Musikbranche ein hoffnungsvoller Impuls, denn auf der Messe füllt der Handel für gewöhnlich seine Auftragsbücher.

Den größten Teil der Ausstellungsfläche nimmt der Schwerpunkt "Television & Entertainment" ein. Die Ifa 2003 also als Messe der "superflachen Bildschirme" - LCD-und Plasma-TV-Modelle sind als Ausstellungs-Highlights gedacht. Bei den Herstellern gewinnen derweil vor allem Projektoren an Bedeutung. Sie versprechen Filmerlebnisse für das Wohnzimmer fast wie im Kino. Der Video-Rekorder steht derweil vor seinem endgültigen Aus, DVD- und Festplatten-Recorder werden immer beliebter. Generell gilt die DVD als ein möglicher steigerungsfähiger Wachstumsbereich.

In den Hallen um und neben dem Funkturm präsentieren sich an den sechs Messetagen außerdem Aussteller in den neu geschaffenen Themenbereichen wie "Personal Computing & Games", "Sound & Car Media" oder "Personal Communication".

Das obligatorische Ifa-Rahmenprogramm setzt auf Bewährtes: Die öffentlich-rechtlichen Sender, n-tv, Premiere und TV.Berlin drängen auf das Messegelände, die "Tagesschau" und andere Nachrichtenmagazine werden live gesendet - wobei sich die ARD von ihrem angestammtem Platz, dem Sommergarten, trennen musste. Dort finden täglich Live-Konzerte statt, dem Fernsehsender wurden zwei Bühnen in Messe-Halle 2 zugeteilt.

Auch wenn Experten in den Messe-Vorabberichten spontan die "Digitalisierung" als den wichtigsten Trend der Funkausstellung nennen, bleibt abzuwarten, ob tatsächlich viel Revolutionäres gezeigt wird. Dass nahezu alle Medien - Foto, Video, Sprache, Musik und zunehmend auch Radio und Fernsehen, in Form digitaler Signale zur Verfügung stehen, ist nicht wirklich neu: Schon vor zwei Jahren lockte die Ifa mit dem "digitalen Garten Eden" - und schon damals fragte sich so mancher, ob denn die Inhalte, die im Glanz der digitalen Technik transportiert werden sollen, überhaupt noch mithalten können.