In eigener Sache Mögliche Manipulationen durch freien Autor
Die "Süddeutsche Zeitung" hat bei der Überprüfung eines Artikels vor der Veröffentlichung Auffälligkeiten entdeckt und daraufhin den SPIEGEL informiert, weil der Autor als freier Journalist auch Texte verfasst hat, die bei SPIEGEL ONLINE und im SPIEGEL erschienen sind. Der Großteil der Veröffentlichungen auf SPIEGEL ONLINE ist zuerst bei einem anderen Medium erschienen.
Derzeit prüft die SPIEGEL-Dokumentation die insgesamt 43 Veröffentlichungen. Bisher wurden keine Hinweise auf bewusste Manipulationen festgestellt. In einem Fall ist eine Verifikation nicht möglich, da der Autor persönliche Erlebnisse schildert.
Bei rund der Hälfte der Artikel ist die Überprüfung noch nicht beendet. Sollten sich noch Hinweise auf Manipulationen finden lassen, wird der SPIEGEL nach Abschluss des Prüfvorgangs die Ergebnisse öffentlich machen.
Update vom 5. März 2019:
Die Überprüfung der Texte hat ergeben, dass in 39 Texten keine Anzeichen auf Manipulationen entdeckt wurden.
Ein Text enthält eindeutig journalistische Mängel und Verfälschungen: Bei der Geschichte handelt es sich um eine längere Version eines Artikels, der bereits im Dezember 2015 in einer Tageszeitung erschienen war. Beide Texte weichen in mehreren Details voneinander ab. So trägt unter anderem die Hauptperson in beiden Stücken jeweils einen anderen Namen; in einem Text spielt die Geschichte offenkundig im Winter - die Hauptperson trägt eine Daunenjacke, zittert und trägt eine beschlagene Brille. Im anderen Fall spielt die Geschichte an einem schönen Sommertag. Der SPIEGEL hat sich deshalb entschieden, die Geschichte aus dem Archiv zu entfernen.
Bei zwei Texten dauert die Überprüfung an.