Jil Sander: Goodbye and Hello - DER SPIEGEL
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Jil Sander Goodbye and Hello

Die Hamburger Modedesignerin Jil Sander hat sich bei der "Milano Collezioni Donna" aus dem Rampenlicht der Modeszene verabschiedet und ein Comeback angekündigt.
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Gründe für ihren überraschenden Rückzug sollen Differenzen mit ihrem neuen Vorgesetzten, dem Prada-Boss Patrizio Bertelli, gewesen sein, hieß es bei der Abschiedsshow. Sander habe die Konsequenz gezogen und am 24. Januar ihren Abschied angekündigt. Den habe sie nun vollzogen.

Jil Sander hatte im August 1999 die Mehrheit der Stammaktien der Jil Sander AG an Prada verkauft und selbst nur 25 Prozent behalten. Eine Sprecherin des Unternehmens teilte mit, dass die Designerin nach der Winterkollektion 2000/2001 keine weiteren Arbeiten für das Unternehmen plane.

Nur 80 ausgewählte Journalisten durften der großen Modedame am Donnerstagmorgen in Mailand Adieu sagen. Dabei ließ sie aber auch ein mögliches Comeback durchblicken. "Thank you und auf Wiedersehen" hieß es in dem von ihr herausgegebenen Pressetext.

Sanders Abschiedskollektion war klassisch und tragbar wie gewohnt: Ruhige Farben dominierten die vorerst letzten Modelle der Designerin. Kleine, auf Figur geschnittene Jacketts mit konisch geformten Ärmel, ausgestellte Röcke mit Akkordeonfalten und Manschettenblusen, Hosen in Sechsachtel-Länge mit weitem Bein prägten ebenso wie geraffte Pullover und schlichte kleine Mäntel die Sander-Mode. Besonderer Blickfang: Sphärendrucke des Bildhauers Tom Bell zieren Röcke, Kleider, Blusen und Shorts.

Noch vor Sanders Abschied wurden bereits Nachfolger gehandelt. Unter anderem kursieren die Namen des Belgiers Martin Margiela sowie des Londoner Designers Hussein Chalayan als neue Anteilseigner bei Prada.