Kinderfernsehen Ernie und Bert als Terror-Therapeuten
New York - Oskar, Bibo, Krümelmonster, Ernie und Bert stehen vor neuen Aufgaben. Neben ihrem Kerngeschäft, der kindgerechten Vermittlung von Zahlenreihen, Alltagswissen und Alphabet, wenden sich die beliebten Puppen nun Ängsten von Kindern zu, die durch die Terroranschläge vom 11. September 2001 entstanden sind. Wie der "Sesame Workshop", Betreiber der amerikanischen Sesamstraßen-Welt, jetzt in New York bekannt gab, sollen die vertrauten Figuren den Kindern dabei helfen, offen über ihre Gefühle zu sprechen.Das bekannte Sesamstraßen-Motto "Wer nicht fragt, bleibt dumm", soll dabei auch hier gelten. "You can ask" ("Du darfst fragen") ist der Titel eines speziellen Videos, das Eltern und Kinder auffordert, über Themen wie Terrorangriffe und Gewalt zu reden. In dem Video enthalten sind Gesprächsanleitungen und Tipps zur Krisenbewältigung sowie ein Sesamstraßen-Film für Eltern und Kindergarten-Kinder. Eine Hauptrolle spielt dabei Elmo. Das rote Monster, vor allem in Amerika eine der beliebtesten Sesamstraßen-Charaktere, trifft auf einen echten New Yorker Feuerwehrmann, der ihm dabei hilft, seine Ängste vor dem Feuer zu überwinden. "Manche Kinder haben Angst vor der Dunkelheit, andere vor einem Umzug oder der Schule. Manche Ereignisse, wie die des 11. September, können traumatisch für Kinder sein. Eltern und andere Erwachsene, die zusammen arbeiten, können den Kindern helfen, mit diesen schlimmen Erfahrungen zu Recht zu kommen", heißt es auf der "Sesame Workshop"-Homepage. Und damit das Video die Kinder in New York auch tatsächlich erreicht, will der "Sesame Workshop" es in den nächsten Wochen verteilen, rund 75 000 Exemplare sollen an Schulen, Kinderhilfswerke und Sozialeinrichtungen in New York und Nachbarstaaten gegeben werden.