Kirill Serebrennikow: Berufung gegen Hausarrest eingelegt - DER SPIEGEL
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Kreml-kritischer Regisseur Kirill Serebrennikow ficht Hausarrest an

Weil ihm vorgeworfen wird, staatliche Gelder unterschlagen zu haben, steht der russische Regisseur Kirill Serebrennikow unter Hausarrest. Er streitet die Vorwürfe ab und hat nun Berufung eingelegt.
Kirill Serebrennikow (rechts) nach einer gerichtlichen Anhörung am 23. August
Kirill Serebrennikow (rechts) nach einer gerichtlichen Anhörung am 23. August

Kirill Serebrennikow (rechts) nach einer gerichtlichen Anhörung am 23. August

Foto: VASILY MAXIMOV/ AFP
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Der russische Starregisseur Kirill Serebrennikow hat gegen den verhängten Hausarrest Berufung eingelegt. Seine Anwälte hätten entsprechende Unterlagen in Moskau eingereicht, bestätigte ein Gerichtssprecher der russischen Agentur Tass zufolge am Freitag. Wann über die Berufung entschieden werde, sei noch nicht bekannt.

Serebrennikow, Leiter des bekannten Moskauer Gogol-Theaters, steht seit Mittwoch wegen Betrugsverdachts unter Hausarrest. Das Staatliche Ermittlungskomitee wirft ihm vor, 68 Millionen Rubel (knapp eine Million Euro) staatlicher Gelder unterschlagen zu haben. Bis zum 19. Oktober darf der Regisseur seine Wohnung im Moskauer Stadtzentrum nicht verlassen, kein Internet verwenden oder Post verschicken.

Der 47-Jährige wurde am Dienstag bei Dreharbeiten in St. Petersburg festgenommen. Serebrennikow sollte in Stuttgart für den 22. Oktober "Hänsel und Gretel" als erste Opernpremiere der neuen Spielzeit inszenieren. Die Premiere soll nach Angaben des Opernhauses mithilfe des Teams von Serebrennikow wie geplant auf die Bühne kommen.

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Kirill Serebrennikov: Der Kreml-kritische Regisseur

Foto: VASILY MAXIMOV/ AFP

Der Vorstand der Europäischen Filmakademie hatte am Mittwoch Grund zu der Annahme gesehen, dass Kirill Serebrennikows Verhaftung politisch motiviert sei und fordert seine sofortige Freilassung. Russlands Kulturminister Wladimir Medinsky fand hingegen , er würde "die internationale Bedeutung dieser Situation nicht übertreiben". Der Vorfall sei bedauerlich, sagt Medinsky dem russischen Dienst der BBC, er habe aber "von Quellen" erfahren, dass die Verhaftung "keineswegs politisch oder ökonomisch motiviert" sei.

feb/dpa