Kunstaktion: Hamburger Riesenbulette darf fliegen - DER SPIEGEL
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Kunstaktion Hamburger Riesenbulette darf fliegen

Trotz heftiger Kritik vor allem von Hamburgs Innensenator Ronald Schill soll am 20. Juni eine 600-Kilogramm schwere Getreidefrikadelle mit einem Katapult durch die Luft geschleudert werden. Das Projekt wird von der Kulturbehörde mit 10.000 Euro gefördert.
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Hamburg - Ort der umstrittenen Kunstaktion wird der Hamburger Freihafen sein. Dort soll die riesige Frikadelle zwei Tage lang gebraten und schließlich in die Luft befördert werden. Verantwortlich ist die Hamburger Künstlergruppe "Wuuul", die die Grünkernbulette bei der Ostsee-Biennale "artgenda" zeigen will. Hinter dem Projekt stehen die Künstler Peter Lynen, Heino Stavermann, Alexander Hoepfner und Ingrid Scherr.

"Diese Aktion hat mit Kunst nichts zu tun", sagte Innensenator Ronald Schill gegenüber dem "Hamburger Abendblatt". Mit Nahrungsmitteln dürfe kein "Schindluder" getrieben werden. Mit ihm protestierten auch Vertreter anderer Parteien gegen die Aktion. Oberbürgermeister Ole von Beust (CDU) aber entschied, so die Kulturbehörde, dass sich die Politik nicht in die Kunst einmischen werde. Die Fett-Objekte des Künstlers Joseph Beuys seien auch nicht sofort auf Verständnis gestoßen, so ein Sprecher. Trotz seiner Kritik wolle Schill die Polizei nicht anweisen, die Aktion zu stoppen.

Der Projekt-Zuschuss in Höhe von 10.000 Euro war noch von der Vorgänger-Regierung genehmigt worden. FDP-Fraktionschef Bukhardt Müller-Sönksen hatte von der Kulturbehörde verlangt, die Summe zurückzufordern, berichtete "Bild". Dies sei aber, so der Sprecher der Kulturbehörde, Andreas Ernst, "nicht realistisch".