Kunstbiennale Farbrausch in Venedig
Im Mittelpunkt der diesjährigen Biennale mit dem Motto "Plateau der Menschheit" stehen Arbeiten, die sich mit ethnischen, politischen und religiösen Konflikten im Zeitalter der Globalisierung befassen.
Den deutschen Pavillon gestaltet der bislang wenig bekannte Künstler Gregor Schneider . Der 1969 geborene Rheinländer baut Räume in vorhandene Räume, Fenster öffnen sich zu neuen Fenstern, Türen führen vor kahle Mauern oder in Abgründe. Bisweilen drehen sich in seinem "Haus ur" die Räume, senken sich Zimmerdecken, gaukeln Scheinwerfer Sonnenlicht vor. Der deutsche Biennale-Kommissar Udo Kittelmann, der Schneiders Werk auswählte, sagte, dass es "authentisch und äußerst individualistisch" sei. Mit dem "Haus ur" werde der "Status quo des Betrachters im Denken über Kunst in Frage gestellt".
Ein Werk der spanischen Künstlerin Ana Laura Alaez
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Überlebensgroße Statue eines Jungen: Eine Arbeit von Ron Mueck
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Glasarbeit des Spaniers Javier Perez
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"Wir wollen die 'andere Wahrheit' ins Licht rücken - die Wahrheit der Künstler, ohne die das Verstehen unserer Zeit unvollständig bleiben würde", hatte der Biennale-Präsident Paolo Baratta bei einer Vorstellung des Programms in Berlin betont. Im amerikanischen Pavillon werden Werke des New Yorker Bildhauers Robert Gober gezeigt, der eine Installation mit symbolträchtigem Strandgut gestaltet hat.
Prostituierte, die sich zum 1. "Sex Workers" Kongress in Venedig treffen, nutzen die Aufmerksamkeit der Presse
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Der Künstler Ernesto Neto hat die Deckenkonstruktion entworfen
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Eine Skulptur des US-Amerikaners Paul Pfeiffer
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England wird durch den mit Wortspielen und Maskeraden arbeitenden Mark Wallinger vertreten, Frankreich von dem Videokünstler Pierre Huyghe. Auf dem Gelände der Giardini di Castello zeigen 32 Länder in eigener Verantwortung ihre Beiträge zur aktuellen Kunst. In weiteren Ausstellungsräumen der Lagunenstadt werden Arbeiten etwa aus den baltischen Staaten und aus den südamerikanischen Ländern präsentiert.
Der Bildhauer Richard Serra (USA) gilt als Klassiker und wird wegen seiner klaren Formen gelobt
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Der Finne Roy Vara bei einer Performance vor einem Bild des Malers Cy Twombly
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Das Gemälde im Hintergrund stammt vom Amerikaner Twombly
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Im Arsenal, dem restaurierten Waffendepot der einstigen Großmacht Venedig, sind unter der Verantwortung des Ausstellungsmachers Harald Szeemann 110 Werke von Künstlern aus aller Welt zu sehen. Als Ausgangspunkt wählte der Schweizer zwei Werke von Joseph Beuys, darunter die steinerne Skulptur "Ende des Zwanzigsten Jahrhunderts" aus dem Museum Hamburger Bahnhof in Berlin. Neben neu entdeckten Künstlern aus aller Welt werden auch Arbeiten von "Klassikern" des 20. Jahrhunderts präsentiert, darunter der amerikanische Maler Cy Twombly und sein Landsmann, der Bildhauer Richard Serra.
Für das Publikum ist die Ausstellung ab dem 10. Juni bis 4. November geöffnet.