Kunstfälscher in Spanien festgenommen - DER SPIEGEL
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Spanien: Polizei zerschlägt Kunstfälscherring

Foto: AP/ Spanish Police

Festnahme in Spanien Kunstfälscher verwechseln Unterschrift

Eine spanische Bande hat offenbar Dutzende Gemälde von Picasso, Goya und Sorolla gefälscht. Nun hat die Polizei neun mutmaßliche Betrüger festgenommen. Hätten sie die richtige Unterschrift kopiert, wäre vielleicht gar nichts aufgefallen.
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Madrid - Die spanische Polizei hat einen Ring von Kunstfälschern zerschlagen: Wie das Innenministerium am Sonntag mitteilte, hat die Polizei neun Verdächtige festgenommen. Vier in Madrid, vier in Córdoba und einen in Albacete, schreibt die spanische Zeitung "El País". Sie sollen Werke berühmter Maler kopiert haben, um sie auf dem Schwarzmarkt zu verkaufen.

Bei den Zugriffen beschlagnahmte die Polizei den Angaben zufolge 60 Gemälde, darunter gefälschte Bilder von Francisco Goya, Pablo Picasso und Joaquín Sorolla. Zudem stellten sie Elefantenstoßzähne sicher, 30 Elfenbeinschnitzereien, 35 Goldbarren und eine Handfeuerwaffe. Die gefälschten Werke sollten in einer bekannten Galerie in Madrid verkauft werden, teilte die Polizei mit.

Bereits am Samstag hatte das Innenministerium die Festnahme von vier Verdächtigen bekanntgegeben. Sie sollen versucht haben, einen gefälschten Picasso für bis zu 1,2 Millionen Euro zu verkaufen. Es soll sich dabei um eine Kopie des Ölgemäldes "Buste de jeune garçon" von Pablo Picasso (1881-1973) aus dem Jahr 1964 handeln.

Genau wie bei den 60 sichergestellten Gemälden war auch dieser Fälschung ein Echtheitszertifikat beigelegt. Darauf die Unterschrift von Paloma Picasso, der Tochter des spanischen Malers, sowie die Signatur eines bekannten französischen Kunstexperten. Was die Fälscher, anders als die Ermittler und Museumsexperten, anscheinend nicht wussten: Zur echten Version des Kunstwerkes gehört ein Zertifikat von Maya Widmaier, einer anderen Tochter Picassos.

fln/dapd/AP