Kunstraub: Chagall-Gemälde gegen Frieden in Nahost - DER SPIEGEL
Zum Inhalt springen

Kunstraub Chagall-Gemälde gegen Frieden in Nahost

Ein Chagall-Gemälde, das im Juni aus einem New Yorker Museum verschwunden war, wurde offenbar von Politerpresser geraubt. Sie fordern Frieden im Nahen Osten. Der Wert des Bildes wird auf rund eine Million Dollar geschätzt.
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

Kunsträuber, die aus dem Jüdischen Museum in New York ein Gemälde von Marc Chagall (1887-1985) gestohlen haben, haben politische Forderungen gestellt: Erst wenn es ein Friedensabkommen zwischen Palästinensern und Israelis gebe, werde das Bild zurückgegeben. Wie die "New York Times" am Montag berichtet, war das Gemälde "Studie zu 'Über Witebsk'" Anfang Juni aus dem Museum gestohlen worden.

Wenige Tage später traf das Erpresserschreiben bei der Museumsverwaltung in der Fifth Avenue ein. Das Schreiben war von einer bislang unbekannten Gruppe unterzeichnet, die sich "Internationales Komitee für Kunst und Frieden" nennt. Wie die Zeitung berichtet, enthält der Brief Details über das Gemälde, die nur jemand geben konnte, der im Besitz des Kunstwerks sei. Daher gehen die Behörden davon aus, dass die Verfasser des Briefes tatsächlich die Kunsträuber sind.

Das 20 mal 25 Zentimeter kleinen Bild zeigt einen alten Mann mit Sack, der über eine verschneite Ortschaft fliegt. Es stammt aus dem Jahr 1914 und soll einen Wert von rund einer Million Dollar haben. Das Bild, das aus einer russischen Privatsammlung stammt, wurde im Rahmen einer Chagall-Sonderausstellung gezeigt, die noch bis Oktober in dem Museum zu besichtigen ist.