Late Night im ZDF Gottschalk als Geheimwaffe
Frankfurt am Main - Zwischen 1992 und 1997 trieb Thomas Gottschalk, 54, schon einmal sein Unwesen zur späten Nacht. Erst relativ erfolglos bei RTL mit "Gottschalk Late Night", dann ebenso glücklos bei Sat.1 mit dem Format "Gottschalks Haus-Party". Nun verhandelt das ZDF mit dem "Wetten, dass...?"-Veteran über eine Late-Night-Show, vielleicht, um gegen den unlängst getätigten ARD-Coup mit Harald Schmidt zu trumpfen.
Der Unterhaltungschef des Senders, Manfred Teubner, sagte der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung": "Wir überlegen durchaus, mit Gottschalk im nächsten Jahr wieder Late-Night zu machen." Er und Programmdirektor Thomas Bellut verhandelten derzeit darüber mit dem Entertainer. Teubner sagte: "Anfang nächsten Jahres wird es sich konkretisieren."
Insgesamt wolle Teubner das Unterhaltungsprogramm der Mainzer Sendeanstalt "jünger und dynamischer" gestalten, sagte der ZDF-Unterhaltungschef. "Wir haben ein Imageproblem, was wohl auch an der Volksmusik liegt." Die neue Show mit Carmen Nebel zeige die Tendenz, "die wir anstreben: Volksmusik-Sendungen müssen einen Event-Charakter bekommen". Die reine Volkstümelei sei nicht mehr zeitgemäß.
Carolin Reiber und Dieter Thomas Heck würden mittelfristig weniger im Programm auftauchen: "Solange die beiden erfolgreich sind, werden sie weiter moderieren. Caroline Reiber wird im nächsten Jahr noch drei Shows machen und Dieter-Thomas Heck wahrscheinlich sechs." Es liege allerdings in der Natur der Sache, "dass auch Urgesteine nicht ewig weiter moderieren können", betonte Teubner.